Himmelgeister in Dirndl und Lederhosen

Stadtteile : Himmelgeister in Dirndl und Lederhosen

Die Himmelgeister feierten im Zelt nach bayerischem Vorbild. Die Veranstaltung war ausverkauft.

Aufwärmen ist nicht notwendig, als es am Samstag zum 13. Mal in Himmelgeist heißt: Das Oktoberfest startet. Die erste Jägerkompanie der Himmelgeister Schützen lädt dazu traditionell ein. Goldener Herbst und sommerliche Temperaturen vor dem Zelt auf der Festwiese und drinnen schnellt der Puls rasant in die Höhe. Das Kufsteinlied ertönt, die „Stoapfälzer Spitzbuam“ proben mit dem Publikum den Klatschrhythmus, fordern zum Schunkeln auf, dann stehen schon die Ersten auf den Bänken und tanzen.

Pop, Rock, Schlager, die aktuellen Oktoberfesthits, ein Medley mit Hits der 90er Jahre, das Repertoire der Band, die schon mehrmals in Himmelgeist beim Oktoberfest einheizte, bietet alles was das bunt gemischte Publikum möchte. Es ist kurz nach 20 Uhr und die Menge tobt, die Tanzfläche ist voll „Wir haben ein sehr junges Publikum, das am schnellsten auf den Stühlen steht“, sagt Roland Weber, Hauptmann der Kompanie. Wer nach Himmelgeist zum Oktoberfest kommt, will feiern. Die Dirndl-Dichte ist hoch. 90 Prozent der Gäste tragen Tracht, Lederhosen und viele Frauen Flechtfrisuren.

Wieder ausverkauft hieß es nach kurzer Zeit. Es sei fast so schwer Karten zu ergattern, wie für das Tote-Hosen-Konzert, das an diesem Abend ebenfalls stattfindet, mutmaßen einige Gäste. Mancher führt privat eine Liste mit mehr als 30 Bestellungen. „Die arbeite ich dann der Reihe nach ab“, verrät eine Oktoberfestbesucherin. Für Viele ist der Besuch des Zelts in Himmelgeist ein fester Termin im Kalender. Viele kennen sich, die Atmosphäre ist familiär. Bianca Kolbe kommt aus Neersen: „Ich war jetzt schon öfter mit den Arbeitskollegen hier“, sagt sie. Auch Reiner Schöne aus Hilden ist mit seiner Frau Heidrun Buß-Schöne dabei. „Es ist eine tolle Atmosphäre“, sagen sie. 

Die Kompanie könnte mehr Karten verkaufen, möchte aber ihrem Klassiker mit Zeltgröße treu bleiben: „So, wie es ist, bleibt es“, sagt Roland Weber. Noch am Ende des Abends stellt er zufrieden fest: „Es war ein voller Erfolg, wir freuen uns aufs nächste Jahr“. Dann wollen auch die „Stoapfälzer Spitzbuam“ wieder kommen. Für sie steht der Termin ebenfalls schon im Kalender, das haben sie am Abend ihrem begeisterten Publikum versprochen.

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