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Düsseldorf: Hilfen gegen Jugendarbeitslosigkeit

Düsseldorf : Hilfen gegen Jugendarbeitslosigkeit

OB Elbers hatte Initiativen und Firmen zum Mittelstandsfrühstück geladen.

Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk, Brauchtum und Politik präsentierten gestern im Düsseldorfer Norden beispielhafte Projekte gegen Jugendarbeitslosigkeit. So konnten sich die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks auf Einladung von Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) einen Eindruck von der Arbeit der Jugendlichen machen, die die Veranstaltung im Rahmen des Projekts "BvB-Pro" (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme mit produktionsorientiertem Charakter) bei den Vorbereitungen und vor Ort unterstützten. So kümmerten sich die Teilnehmer aus dem Berufsfeld Hotel und Gastronomie um das Catering. Die Berufsfelder Elektro, Bau, Maler-Anstreicher und Garten-Landschaftsbau hatten sich bei der Raumgestaltung der Lantz'schen Villa eingebracht. Das Projekt richtet sich besonders an schulmüde und bildungsferne, arbeitslose Jugendliche, die so auf ihrem Weg in eine Ausbildung unterstützt und gefördert werden. Möglich wird das Projekt durch die enge Unterstützung der Kammern und berufsständischen Vertretungen sowie die ansässigen Unternehmen, die die Jugendlichen in ihren Betrieben aufnehmen. Außerdem präsentierten sich das Projekt "Steilvorlage ins Berufsleben", das bei der Integration in den Job mit Fußballvereinen kooperiert, wie DFB-Vize Peter Frymuth erklärte. Jugendrichter Edwin Pütz, der auch Leiter der Jugendarrestanstalt ist, berichtete von der Arbeit des Projektes "Gelbe Karte", das sich an jugendliche Ersttäter richtet.

Die verschiedenen Netzwerkarbeiten seien wichtig, sie "helfen, bevor die Justiz aktiv werden muss", sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers. Diese und andere Projekte zeigen offenbar Wirkung. "Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit rund sechs Prozent deutlich niedriger als der Landesdurchschnitt", sagte Johannes Pfeiffer, Chef der Agentur für Arbeit. Dennoch gebe es noch viel zu tun.

(RP)