4,4 Millionen Euro: Hilfe für die Graf-Adolf-Straße

4,4 Millionen Euro : Hilfe für die Graf-Adolf-Straße

Die Graf-Adolf-Straße war lange ein Aschenputtel der Stadtplanung. Doch in den vergangenen Jahren investierten die Stadt und die Kaufleute an der Straße insgesamt 4,4 Millionen Euro in neue Gehwegpflasterungen, barrierefreie Haltestellen und begrünte Gleise.

Oberbürgermeister Dirk Elbers sprach von einem "neuen Gesicht" der Straße. Der Vorsitzende der Immobilien- und Standortgemeinschaft Graf-Adolf-Straße (ISG), Ruprecht Vondran, war stolz, "dass wir in den vergangenen Jahren viel erreicht haben". Und trotzdem möchte Vondran die Bedeutung der Graf-Adolf-Straße für das innerstädtische Erscheinungsbild deutlicher betont wissen. "Wir wollen die alte Magistrale zwischen Hauptbahnhof und Landtag deutlicher betonen", sagte er jüngst. Die Sichtachse vom Hauptbahnhof aus müsse deutlicher werden, sagte Vondran.

In einer vor kurzem erschienenen Image-Broschüre hat die ISG noch einmal die Vorteile der breiten Straße hervorgehoben. Insgesamt stehen heute rund 120 000 Quadratmeter Fläche für Büros, Praxen und Dienstleister zur Verfügung. Nicht ganz zufrieden ist Vondran mit der Branchenstruktur zwischen Stresemannplatz und Hauptbahnhof. "Hier muss noch einiges geschehen."

Damit die Straße gleich am Konrad-Adenauer-Platz schon als Tor zur Innenstadt wahrgenommen wird, plant die Standortgemeinschaft, dort besondere Beleuchtungsakzente zu setzten.

Gemeinsam will der 2005 gegründete Verein nicht nur die Graf-Adolf-Straße als eine Meile vom Hauptbahnhof bis zum Regierungsviertel stärken. Auch die Anlieger der "unteren" Kö sollen mitmachen. Dabei soll der neue Kö-Blick an der Ecke Graf-Adolf-Straße/Königsallee eine Art Klammer beider Areale im Viertel sein. Wenn das 30 Meter hohe Gebäude im Spätsommer eröffnet, könnte es weitere Investitionen bei den anderen Immobilien nach sich ziehen. Im Kö-Blick selbst sollen den Mietern rund 7000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen: 1000 für den Einzelhandel, mehr als 5000 für Büros und knapp 1000 für sechs Wohnungen im achten Obergeschoss des Gebäudes.

(RP)
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