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Bauarbeiten für die Wehrhahn-Linie: Heyestraße bekommt neue Gleise

Bauarbeiten für die Wehrhahn-Linie : Heyestraße bekommt neue Gleise

Damit die Stadtbahnwagen der Wehrhahnlinie bis zum S-Bahnhof Gerresheim fahren können, wird die Geschäftsstraße umgebaut. Die Durchfahrt ist gesperrt. Kaufleute befürchten Umsatzeinbußen. Auf der Umleitungsstrecke Quadenhofstraße bilden sich Staus, weil dort ebenfalls gebaut wird.

Statt Straßenbahnen rollen seit gestern Bagger über die Heyestraße in Gerresheim. Sie haben in Höhe Hardenbergstraße damit begonnen, Schienen aus der Fahrbahn zu reißen ebenso wie im Grünzug am Wallgraben am Ende der Heyestraße. Damit startet die Rheinbahn den vollständigen Umbau der Gerresheimer Geschäftsstraße. Sie muss für die neuen Stadtbahnwagen hergerichtet werden, die nach Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie über Bender- und Heyestraße bis zum S-Bahnhof rollen werden. Die Gleise brauchen einen breiteren Abstand in der Mitte, die Haltestellen werden erhöht und bis an die Gleise herangezogen, damit bequemes Ein- und Aussteigen auf gleicher Höhe mit den Niederflurwagen möglich ist. Und nicht zuletzt werden die Oberleitungen verstärkt.

Die meisten Anwohner, die von der vollständigen Sperrung der Heyestraße zwischen Schönau- und Rigastraße durch Postwurfsendungen informiert worden waren, nehmen den Umbau hin. "Er muss ja wegen der neuen Bahnen sein, da bleibt nichts anderes, das ist nicht zu ändern", so die überwiegende Meinung. So gelassen wie sie sehen Geschäftsleute allerdings nicht den Umbau vor der Haustür, der knapp sechs Wochen bis zum 10. Oktober dauern soll. "Den ganzen Vormittag kam kein Kunde in meinen Blumenladen", berichtet Addolorata Bückendorf, Inhaberin von Doras Blumenladen. Viele Käufer kämen von den benachbarten Haltestellen in den Laden. Aber die sind jetzt stillgelegt, Bagger reißen dort die Straße auf und beladen Lkw mit Schutt. Die Händlerin befürchtet, die Umsatzeinbußen nicht verkraften zu können.

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So hart trifft es nicht alle Kaufleute, glaubt Rolf Mulder, Inhaber eines Hausgeräte-Fachgeschäftes. Die Kunden würden sich an die Baustelle gewöhnen und weiter zum Einkaufen kommen. Von der Quadenhofstraße sei der Weg zu den Geschäften nicht weit. Nach dem Umbau könne dann beraten werden, wie die Heyestraße noch mehr aufgewertet werden könne.

Einen großen Vorteil im Umbau sieht Anwohner Frank Schulz: "Wenn der Flüsterasphalt auf der gesamten Fahrbahn verlegt wird, ist der Lärm der Autos nicht mehr so groß", sagt er hoffnungsfroh. Aber das Baustellen-Management der Stadt sei nicht gut. Denn auf der Umgehungsstraße Quadenhofstraße werden zurzeit Kanäle verlegt, es steht an der Dreifaltigkeitsstraße nur eine Fahrspur mit Wechselampel zur Verfügung. Und prompt bildete sich gestern Nachmittag zur Rush-hour ein Stau, der über die gesamte Straße bis zurück zur Schönaustraße reichte.

(ila)