Name und Nachricht: Henrike Tetz hat bald ein neues Amt

Name und Nachricht: Henrike Tetz hat bald ein neues Amt

Düsseldorfs ranghöchste Protestantin, Superintendentin Henrike Tetz, ist von der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr in die Kirchenleitung gewählt worden.

Die 54-Jährige übernimmt - zunächst bis 2021 - als Oberkirchenrätin die Leitung der Abteilung "Bildung und Erziehung" der Rheinischen Kirche. Die Wahl war nötig, weil Amtsinhaber Klaus Eberl (61) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand geht.

Tetz wird am 4. März in der Johanneskirche in ihr neues Amt eingeführt. Bis dahin bleibt die passionierte Bergsteigerin, die Bach genauso schätzt wie die Toten Hosen, Superintendentin. Auch die Hattinger Pfarrerin Sabine Federmann hatte sich in Bad Neuenahr beworben. Auf der Synode erhielt sie 70 Stimmen, für Tetz votierten 104 Synodale. Die bisherige Superintendentin sieht Bildungsarbeit als "eine herausragende Stärke" der Kirche an.

Dreieinhalb Jahre lang hatte sie als Schulseelsorgerin am Theodor-Fliedner-Gymnasium gearbeitet. Im Jahr 2000 wechselte sie an das Geschwister-Scholl-Gymnasium. 2010 wurde sie erstmalig zur Superintendentin gewählt. Offen ist, ob bereits bei der Kreissynode im April ein Nachfolger gewählt wird. Die Geschäfte führt ab März Tetz' Stellvertreter Heinrich Fucks - im Zweifel auch über mehrere Monate. Viele Protestanten trauen dem eloquenten Prediger und Gerresheimer Pfarrer die Kirchenführung zu.

Einige Gemeindeglieder nennen auch Uwe Vetter, Pfarrer an der Johanneskirche. Kirchenkenner halten seine Kandidatur aber für unwahrscheinlich. Vetter hatte sich aus dem Kreissynodalvorstand zurückgezogen, um sich noch intensiver mit neuen Gottesdienstformaten beschäftigen zu können.

(jj)