Henriette Reker: Rechtsextreme trainieren Messerangriffe

Verfassungsschutz ermittelt: Internet-Videos: Rechte trainieren Messerattacken

Nach dem Attentat auf Henriette Reker in Köln sind im Internet Videos von Rechtsextremen aufgetaucht, die den Umgang mit Kampfmessern und gezielte Stichtechniken in den Halsbereich trainieren. Auch Dügida-Organisatorin Melanie Dittmer ist darauf zu sehen.

Dittmer bezeichnet Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Schlange, der man den Kopf abschlagen müsse. Das brüllt die Rechtsextremistin laut und deutlich auf einer Kundgebung von Neonazis in Frankreich am 24. September dieses Jahres in ein Mikrofon. Das Video dieser Veranstaltung ist im Internet zu sehen. Der Verfassungsschutz ist nach Kenntnis unserer Redaktion bereits eingeschaltet und prüft die Aufnahmen.

Aber damit nicht genug. Nach dem Attentat auf Henriette Reker in Köln, bei der die neu gewählte Oberbürgermeisterin mit einem Messerstich in den Hals schwer verletzt worden ist, sind im Internet Bilder und Videos von Rechtsextremen aufgetaucht, die den Umgang mit Kampfmessern und gezielte Stichtechniken in den Halsbereich trainieren. Auf einem dieser Trainingsvideos ist eine mit einer grauen Kapuze vermummte Frau zu sehen. Auf ihrer Facebook-Seite erklärt Dittmer, dass sie die Vermummte in dem Video sei. Darin gehe sie nach eigenen Angaben bei einer Übung zu Fall, bei der gezeigt werden sollte, wie man sich gegen einen Messerangriff schütze. Bei dem Messer handele es sich nur um ein Plastikmesser, betont sie.

Nach Angaben der Antifa-Bewegung "linksunten.indymedia.org" wurden bei dem als Sommerlager deklarierten Übungen jedoch gezielte Angriffe mit Messern und Schlagstöcken, sowie Stichtechniken geübt. Als Trainer soll Rainer Händelkes (NPD) fungiert haben.

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(csh)
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