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Hells Angels: Rocker treffen sich in Düsseldorfs Altstadt

Rocker-Treffen in der Altstadt : Hells Angels zeigen wieder Flagge in Düsseldorf

Rund 50 Anhänger der Rockergruppe Hells Angels sind am Wochenende durch die Düsseldorfer Altstadt gezogen. Laut Polizei blieb jedoch alles friedlich. Grund für das Treffen der Rocker war unter anderem die Wiedereröffnung des Charter Midland, das sich im vergangenen Jahr selbst aufgelöst hatte.

Alter wie neuer Präsident des Charters, das zu den größten in Deutschland zählt, ist nach Informationen unserer Redaktion Christian M. Der Anwalt der Rocker, Wolf Bonn, dementierte am Sonntag anderslautende Meldungen, wonach es innerhalb der Hells Angels angeblich einen Machtkampf um Mitglieder mit Migrationshintergrund gegeben habe. "Es gab definitiv keinen solchen Streit, und M. ist auch nicht aus den Hells Angels rausgeworfen worden, wie es hieß", sagte der Rechtsanwalt.

An dem Treffen in Düsseldorf am Samstag nahmen auch befreundete Rocker aus anderen Chartern teil. "Mit dem Treffen habe man Einigkeit demonstrieren und anderslautenden Gerüchten entgegentreten wollen", betonte Bonn. In Düsseldorf sind die Hells Angels eigentlich seit 2001 verboten. Seitdem dürfen sie in der Landeshauptstadt keinen Charter mehr gründen.

Hauptfeind der Hells Angels sind nach wie vor die Bandidos. Seit Jahren liefern sich die beiden Rockergruppen erbitterte Auseinandersetzungen, bei denen es auch schon Tote auf beiden Seiten gegeben hat. Erst am vergangenen Freitagabend konnte die Polizei in Köln eine Massenschlägerei zwischen Anhängern der Hells Angels und Bandidos im letzten Moment verhindern.

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Die Polizei hatte 15 Bandidos-Mitglieder vor einem Lokal in der Kölner Innenstadt kontrolliert, als sich plötzlich 15 bewaffnete Rocker der Hells Angels mit Äxten und Baseballschlägern näherten, wie ein Sprecher der Kölner Polizei sagte. Die Polizei war mit 80 Beamten bis Mitternacht im Einsatz. Acht Mitglieder der Hells Angels wurden in Gewahrsam genommen.

(csh)