Düsseldorf: Helge Achenbach: Darf er bald raus - oder nicht?

Düsseldorf : Helge Achenbach: Darf er bald raus - oder nicht?

Der wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilte frühere Kunstberater Helge Achenbach (66) ist wegen einer möglichen vorzeitigen Haftentlassung am Mittwoch vom Landgericht Kleve angehört worden. Die Klever sind zuständig, weil Achenbach derzeit in der Justizvollzugsanstalt Moers (die zum Bezirk Kleve gehört) im Offenen Vollzug sitzt.

Das Ergebnis der Anhörung wird erst in ein paar Tagen bekannt gegeben. Da aber die Klever Richter bereits vor Weihnachten seine vorzeitige Entlassung im Rahmen einer Weihnachtsamnestie befürwortet hatten, dürften sie auch jetzt dafür plädieren, Achenbach Anfang Juni frei zu lassen. Er hätte dann zwei Drittel seiner Strafe abgesessen. Die für den Fall seinerzeit zuständige Staatsanwaltschaft Essen, die ihn auch vor Gericht gebracht hatte, wird wohl gegen eine vorzeitige Entlassung argumentieren. Achenbach hatte im Prozess zugegeben, Aldi-Eigner Berthold Albrecht (gest. 2012) beim Kauf von Kunst und Oldtimern betrogen zu haben. Justizkenner rechnen damit, dass das Oberlandesgericht Düsseldorf, bei dem nun die Entscheidung liegt, Achenbach dieses Mal freilässt. Er ist seit Januar 2015 in Haft.

(ho)
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