Name und Nachricht: Heinrich Fucks

Name und Nachricht: Heinrich Fucks

Sein Titel ist etwas sperrig, seine Sprache ist es nicht. Denn Synodalassessor Heinrich Fucks ist ein eloquenter Prediger. Einer, dessen Worte Kopf und Herz erreichen. Seit kurzem ist der Gerresheimer Pfarrer Düsseldorfs ranghöchster Protestant. Kommissarisch führt er den Kirchenkreis, weil Superintendentin Henrike Tetz als Oberkirchenrätin in die evangelische Landeskirche wechselte. Gut denkbar ist, dass der aus Leverkusen stammende Theologe diese Position ein paar Monate ausfüllen wird.

Im April wird die Synode darüber beraten, ob Düsseldorf das Superintendenten-Amt erstmals hauptamtlich besetzen wird. Käme es so, können sich Kandidaten aus ganz Deutschland bewerben. "Bis dann eine Entscheidung getroffen ist, haben wir sicher Sommer", sagt der Vater eines Sohnes (24) und einer Tochter (21). Aufgewachsen ist der 57-Jährige in einem kirchennahen Elternhaus. Gerne ging er in die evangelischen Jugendgruppen seiner Heimatstadt.

Als das Abitur näher rückte, schwankte er noch zwischen Theologie und Naturwissenschaften, überlegte kurz, ob er vielleicht erst das eine und dann das andere studiert. "Immerhin ein Semester ging ich auch zu den Biologen", erinnert er sich. Studiert hat er in Bonn, Kiel und Heidelberg. Eine Zeit, an die er gerne zurückdenkt. Dass die Volkskirche der Vergangenheit angehört, weiß er. Die Zukunft gläubiger Protestanten sieht er als "qualifizierte Minderheitenkirche".

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"Ein bisschen waren die Evangelischen das in Düsseldorf ja immer schon", fügt er augenzwinkernd hinzu. Dass sich manche ihn als Superintendenten wünschen, lässt er lieber unkommentiert. Jetzt will er sich erst einmal auf die Karwoche und Ostern konzentrieren. Jörg Janßen

(RP)