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Baustellen in Düsseldorf: Heerdter Dreieck: Brücke fast fertig

Baustellen in Düsseldorf : Heerdter Dreieck: Brücke fast fertig

Seit mehr als fünf Wochen quält sich der morgendliche Pendlerstrom auf der Brüsseler Straße/A 52 über eine einzige Fahrspur in den Rheinalleetunnel, der Verkehr staut sich kilometerlang. Die Umleitung auf eine neue Überführung Richtung Innenstadt dauert bis Anfang Oktober.

Noch bis in die erste Oktoberwoche, womöglich ein paar Tage länger, müssen sich die morgendlichen A 52-Pendler auf ihrem Weg in die Düsseldorfer City gedulden — erst danach wird der Engpass im Heerdter Dreieck beseitigt sein und der Verkehr wieder störungsfrei in den Rheinalleetunnel und auf die Kniebrücke fließen.

Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, wollte sich zuletzt nicht auf einen Tag festlegen, ist aber sicher, dass die Arbeiten in der ersten Monatshälfte Oktober beendet sein werden. Danach wird sich der gesamte Verkehrsknotenpunkt Heerdter Dreieck in einer neuen Führung präsentieren.

Derzeit arbeitet man mit Hochdruck daran, eine neu gebaute Überführung über die Pariser Straße Richtung Rheinalleetunnel an die Fahrbahn der A 52 anzudocken. Das bisher genutzte, alte Bauwerk, wird — wie die anderen früheren Überführungen des Dreiecks — danach abgerissen. Die neue Konstruktion (übrigens dem Tausendfüßler sehr ähnlich) musste aufgrund des Parkhaus-Neubaus im Heerdter Dreieck einige Meter näher Richtung Rhein errichtet werden.

Die Brücke an sich ist seit Wochen fertig, derzeit laufen die letzten Arbeiten der Asphaltierung der beiden Fahrspuren. Vor einigen Tagen wurde die rechte der neuen Bahnen für den Verkehr freigegeben, derzeit ist die linke noch in Arbeit, aber demnächst ebenfalls abgeschlossen. Erst dann kann auch sie angeflanscht werden und der Verkehr wieder zweispurig fließen.

Die Reduzierung der Straße an dieser Stelle auf eine Fahrspur verursachte von Anfang an große Störungen im Pendlerverkehr. Selbst aus den Ausweichstrecken über den Handweiser oder unterschiedliche Schleichwege, von vielen Ortskundigen genutzt, ging zwischen 7.30 und 9 Uhr morgens häufig nichts mehr.

Wenn die neue Überführung dem Verkehr übergeben wird, ist der verkehrstechnische Umbau des Heerdter Dreiecks weitgehend abgeschlossen. Die frühere Verbindung direkt zum Seestern und nach Lörick wird es danach zwar nicht mehr geben, aber eine neue Streckenführung in die linksrheinischen Stadtteile soll möglich sein. Zudem wird das Parkhaus angebunden. Der Umbau des Dreiecks steht in Zusammenhang mit dem in einigen Wochen fertigen Bau des Vodafone Campus und der dazu gehörenden Hochgarage. Außerdem wächst von der Oberkasseler Seite der so genannte Belsenpark an dieses Areal heran. Nach Abschluss beider Projekte wird dieser Teil im Übergang zwischen Oberkassel völlig neu gestaltet sein, tausende Menschen werden dort arbeiten. Dies alles verlangt eine neue Verkehrsführung mit größeren Kapazitäten - daher wird es Aus- und Neubauten im Bereich Viersener Straße, Heerdter Lohweg und Prinzenallee geben.

(RP/top)