Düsseldorf: Hauseigentümer sollen Flüchtlingen helfen

Düsseldorf: Hauseigentümer sollen Flüchtlingen helfen

Die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch ruft Eigentümer von Häusern und Grundstücken zur Mithilfe bei der Unterbringung auf.

"Wenn Sie leerstehende Gebäude oder unbebaute Grundstücksflächen haben, stellen Sie uns diese bitte kurzfristig zur Verfügung", so Koch. Gesucht werden insbesondere Gebäude, in denen 50 Personen oder mehr untergebracht werden können, aber auch kleinere Einheiten. Für die Errichtung von Wohnmodulen werden Grundstücke mit einer Fläche von mindestens 3 000 Quadratmetern gesucht. Koch ist erreichbar unter Miriam.Koch@duesseldorf.de oder Tel. 8994593.

Die Bürgerinitiativen gegen die Planungen der Stadt in Ludenberg und Hubbelrath haben derweil unter dem Motto "Integration statt Konzentration" eine Online-Petition gestartet. Sie kritisieren, dass die Stadt mehr als 1000 Flüchtlinge auf engem Raum unterbringen wolle. Der Stadtteil würde "unangemessen belastet", die Integration werde erschwert. Die Petition ist zu finden unter www.openpetition.de/petition/online/integration-statt-konzentration.

Die Stadt Köln baut unterdessen inzwischen auch Containeranlagen für 150 bis 200 Personen - also größere Standorte, als in der Ausgabe von gestern berichtet. Dies ergab eine nochmalige Nachfrage beim dortigen Presseamt. Dort hatte man zunächst nur von Systembauten mit 80 Plätzen gesprochen.

(arl)