Name und Nachricht: Hans-Jürgen Gürke spricht für Hauptschulen

Name und Nachricht: Hans-Jürgen Gürke spricht für Hauptschulen

Als Klaus-Peter Vogel von der Hauptschule in Eller vor wenigen Wochen in den Ruhestand ging, übernahm er dessen Aufgabe als Sprecher der Düsseldorfer Hauptschulen. Von deren Zukunft ist er überzeugt.

Die Schule mochte Hans-Jürgen Gürke von Anfang an. "Schon als i-Dötzchen, nach ein paar Tagen in der ersten Klasse, wusste ich, dass ich Lehrer werden möchte", sagt er. Doch bis es so weit war, musste der Düsseldorfer lange warten. Zwar studierte er erfolgreich Deutsch und Englisch für das Lehramt an Gymnasien. Doch aus dem Traumjob wurde erst einmal nichts. "Für meine Fächerkombination gab es damals keine Stelle, da bin ich in die freie Wirtschaft gegangen und habe zuletzt in der Schulungsabteilung einer Computerfirma gearbeitet", sagt der 63-Jährige.

Völlig unerwartet, mit Mitte 40, bot sich für den leidenschaftlichen Flohmarkt-Besucher und Oldtimer-Fan doch noch die Chance, seinen Wunsch in die Tat umzusetzen. "Ich konnte Lehrer an der Hauptschule Schmiedestraße werden und habe das Angebot sofort angenommen. 15 erfüllte Jahre verbrachte er dort, zuletzt als Konrektor. Noch heute unterrichtet er fünf Stunden in der Woche an der in Auflösung befindlichen Schule. Die restliche Zeit verbringt er in Benrath an der Gemeinschaftshauptschule an der Melanchthonstraße.

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Als Klaus-Peter Vogel von der Hauptschule in Eller vor wenigen Wochen in den Ruhestand ging, übernahm er dessen Aufgabe als Sprecher der Düsseldorfer Hauptschulen. Von deren Zukunft ist er überzeugt. Dass viele von einem Auslaufmodell sprechen, weiß er. Für richtig hält Gürke es nicht. "Es gibt Schüler, die nicht unbedingt an eine Realschule gehören, kleine Einheiten und eine konsequente Berufsvorbereitung brauchen", sagt Gürke, der gerne über seinen 65. Geburtstag hinaus arbeiten möchte. Das ist nachvollziehbar, schließlich hat er lange genug auf seinen Traumberuf gewartet.

(jj)