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Kommentar: Gutes Signal für private Betreuer

Kommentar : Gutes Signal für private Betreuer

Tagesmütter (Väter bleiben die Ausnahme) stehen gleich mehrfach unter Druck. Meist kommen sie erst dann zum Zuge, wenn Eltern beim nervenaufreibenden Wettlauf um den Kita-Platz leer ausgehen. Bis sie wirklich wissen, welche und wie viele Kinder sie betreuen dürfen, vergeht viel Zeit.

Noch bis Mai oder Juni werden über den Kita-Navigator vorgemerkte Eltern abspringen, weil sie im Nachrück-Verfahren einen Platz ergattern. Und weil ihnen Kita-Leitungen bisweilen signalisieren: Wenn ihr den U3- oder U2-Platz jetzt nicht nehmt, könntet ihr nächstes Jahr leer ausgehen. Planungssicherheit für Tageseltern sieht anders aus. Deshalb ist die Idee der Stadt, diesen unverzichtbaren Berufsstand mit einer Mietbeteiligung zu stützen, gut. Ob sie tatsächlich auf die Großtagespflege mit ihren eigens gemieteten Räumen beschränkt bleiben kann, muss überdacht werden. Kippt das Land das Recht auf elterliche Zuzahlungen, hätten "normale" Tagesmütter ohne Mietbeihilfe ein Problem. Jörg Janßen

(RP)