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Bio-Produkte: Grünes aus dem Supermarkt

Bio-Produkte : Grünes aus dem Supermarkt

Wer Wert darauf legt, dass das Essen auf dem Teller bio ist, hat in Düsseldorf inzwischen eine gute Auswahl. Supermärkte, die ausschließlich Bio-Produkte verkaufen, gewinnen immer mehr Kunden.

Von Brot und Nudeln über Gemüse und Obst bis hin zu Wurst und Käse; auf rund 900 Quadratmetern Ladenfläche ist die Auswahl im Basic Bio-Supermarkt an der Friedrichstraße groß.

Seit drei Jahren ist Katja Auf der Landwehr dort Marktleiterin. "Der Kundenstamm hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert", sagt sie. "Es kommen immer mehr Mütter mit Kindern, aber auch Jugendliche und Studenten." Auf der Landwehr glaubt, dass Lebensmittel-Skandale ein Grund dafür sind, dass die Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln anhält. "Die Leute fühlen sich sicherer, wenn sie Bio-Produkte kaufen", sagt sie. "Wir informieren aber auch, wenn zum Beispiel so etwas passiert wie mit den Dioxin verseuchten Eiern. Oft sind die Leute verunsichert; wir versuchen, ihnen die Angst zu nehmen."

Alles Bio oder nur ein wenig.

750 Gramm Brot für 3,30 Euro, 100 Gramm Putenschnitzel für 2,39 Euro; Bio-Lebensmittel sind immer noch teurer, als Produkte aus dem Discounter oder Supermarkt. Dass sich das nicht jeder leisten kann, merkt auch Sylvia Bobe, Markleiterin im Superbiomarkt an der Aachenerstraße. "Man sieht es daran, was gekauft wird", sagt Bobe. "Die einen kaufen alles ein, von Fleisch über Gemüse bis zur Naturkosmetik; die anderen legen sich nur Gemüse oder Obst in den Einkaufswagen." Trotzdem hat auch Bobe festgestellt, dass sich der Kundenkreis verändert hat. "Früher waren es wirklich die "Ökos", die gekommen sind. Jetzt ist es sehr unterschiedlich. Wir haben Ärzte und Anwälte, die hier einkaufen, genauso wie Studenten oder Familien." Ein Grund dafür ist laut Bobe, dass "Bio mehr vertraut wird."

Lebensmittel-Skandale sorgen für neue Kunden

Nach dem Aufruhr um die mit Dioxin verseuchten Eier, hatte auch Jaqueline Kampf vom Superbiomarkt an der Nordstraße plötzlich mehr Kunden. "Wir gehen ganz offensiv mit solchen Lebensmitteln-Skandalen um", sagt Kampf. "Erstmal versuchen wir die Kunden aufzuklären, denn es gibt viel Gesprächsbedarf." Sowohl Kampf, als auch Bobe und Auf der Landwehr konnten nach Lebensmitteln-Skandalen neue Kunden dazugewinnen. "Ich glaube, die Leute setzen sich mehr mit dem Thema Bio auseinander", sagt Kampf. Mütter, die mit ihren Kindern kommen, "erziehen sich selbst um", was das Essen betrifft, glaubt die Marktleiterin. Und jüngere Leute, würden oftmals "früh mit dem Thema konfrontiert, weil sie zum Beispiel bestimmte Lebensmittelzusätze nicht vertragen."

Rund 6500 Produkte gibt es bei Kampf im Geschäft. Neben einer Wurst- und Käsetheke ist hier, wie auch in den anderen Biomärkten, die Obst- und Gemüseauswahl groß. Zwischen Äpfeln und Bananen, finden sich auch mal Pastinaken oder Löwenzahn. "Trotzdem achten die Leute darauf, dass unsere Produkte regional sind", sagt Auf der Landwehr. "Zu exotisch darf es nicht sein."