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Flexibles Arbeiten: Grüne kritisieren Kämmerer

Flexibles Arbeiten : Grüne kritisieren Kämmerer

Während sich mancher Mitarbeiter im Rathaus darüber freut, dass Kämmerer Manfred Abrahams verstärkt flexible Arbeitszeitmodelle anbieten will, bezeichnen die Grünen diese Ideen als "olle Kamellen".

"Der Kämmerer verkündet hier vermeintlich neue Arbeitszeitmodelle, die andere Städte schon seit Jahren nutzen, um die stetig wachsenden Ausgaben für den Personalbestand in den Griff zu bekommen", sagt Grünen-Fraktionschef Norbert Czerwinski. "Wir brauchen aber ein Personalmanagement, das seinen Namen auch verdient. "

Abrahams möchte außer der seit Jahren bestehenden Gleitzeitregelung - Mitarbeiter können dabei außerhalb einer festgelegten Kernarbeitszeit Beginn und Ende ihrer Dienstzeit flexibel handhaben - auch weitere Modelle einführen: Bei der 86-Prozent-Regelung können Mitarbeiter ihre Jahresarbeitszeit um 14 Prozent reduzieren und in allen Ferien Urlaub nehmen.

Bei der Vier-Tage-Woche haben Mitarbeiter drei Tage frei und reduzieren ihre Jahresarbeitszeit um 20 Prozent. Angedacht sind auch Lebensarbeitszeitkonten. Dabei können die Beschäftigten zu viel geleistete Arbeitszeit sammeln und früher in den Ruhestand treten.

Ziel ist, die Ausgaben für Überstunden und Personal generell zu reduzieren. Czerwinski kritisiert den schwarz-gelben Ratsbeschluss, zwölf Millionen Euro im Personaletat einzusparen. Damit habe die Politik der Stadtverwaltung "eine unlösbare Aufgabe aufgedrückt".

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Der Grünen-Fraktionschef weist auf die Warnung des Deutschen Städtetages hin, dass sich die Städte auf große Pensionierungswellen einstellen müssten, betont aber zugleich: "Wir dürfen Personal nicht nur als Kostenfaktor sehen."

(RP)