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Radfahren in Düsseldorf: Grüne fordern mehr Radwege

Radfahren in Düsseldorf : Grüne fordern mehr Radwege

Düsseldorf habe zu wenig Radwege und sei daher nicht ausreichend für die Zukunft gerüstet, meinen die Grünen. "Die Bevölkerung wird zunehmen, immer mehr Bürger werden vom Auto aufs Rad umsteigen", sagt Grünen-Ratsfrau Astrid Wiesendorf. Um zu zeigen, wo Radwege fehlen, Verbesserungen nötig und möglich sind, lud sie zu einer "Grünen Sommerradtour" ein.

Wiesendorf radelte mit einem Team ihrer Partei und einigen Düsseldorfer Bürgern von der Oberkasseler Brücke kreuz und quer durch Heerdt und Oberkassel. Gleich am Anfang verwies sie auf ein Problem. "Auf der Oberkasseler Brücke drängeln sich Radler und Fußgänger", sagte sie. "Es fehlt ein eigener Radweg auf der Fahrbahn bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung für Autos auf 50 Stundenkilometer." Auch in den Wohngebieten hätten Drahtesel-Nutzer schlechte Karten. Die vielen Einbahnstraßen dürfen auch Radfahrer nur in vorgeschriebener Richtung befahren. Für Wiesendorf ein Ärgernis. Zwar prüfe die Stadtverwaltung zurzeit, welche Einbahnstraßen für Fahrräder in beide Richtungen freigegeben werden können, aber: "Die Stadt setzt eine gewisse Breite voraus", sagt Wiesendorf. Vermutlich würden wichtige Verbindungen wie Markgrafenstraße und Alt-Niederkassel daher weiterhin für eine Richtung tabu bleiben. Wiesendorf fordert, Radler das Befahren von Einbahnstraßen überall und in jede Richtung zu erlauben.

Die Radtour führte Wiesendorf bis zum Belsenplatz, auf dem die Ratsfrau einen großen Unfallschwerpunkt erkannte. "Fußgänger und Fahrradfahrer müssen sich akrobatisch über den chaotischen Platz winden", sagt sie. Weitere Radwege und eine Geschwindigkeitsbeschränkung könnten die Verkehrssicherheit erheblich erhöhen. Ebenfalls ein Problem: zu wenig Abstellplätze. Sogar im Neubaugebiet Belsenpark gebe es zu wenig Möglichkeiten, Räder sicher anzuketten. Auf dem Weg zurück zur Oberkasseler Brücke fuhr die Grüne Gruppe über die Hansaallee bequem auf Fahrradbegleitstreifen. Dieser endete auf der Luegallee. Astrid Wiesendorf reagierte mit Unverständnis. "Der Radweg könnte doch gut über die Luegallee weiterführen - wo ist das Problem?" Die Grünen verfassen die Resultate der Radtour in Anträge und bringen diese in kommende Sitzungen von Bezirksvertretung und Verkehrsausschuss ein.