Debatte um Äußerungen im Kulturausschuss: Grüne: Conzen soll sich für Ton entschuldigen

Debatte um Äußerungen im Kulturausschuss : Grüne: Conzen soll sich für Ton entschuldigen

Die Grünen fordern, dass sich Bürgermeister und CDU-Fraktionsvorsitzender Friedrich Conzen in der Sitzung des Kulturausschusses für seine Wortwahl gegenüber Ratsfrau Marit von Ahlefeld (Grüne) entschuldigt. Grund sind Äußerungen von Conzen in einem Brief an die Rheinische Post im Juli, in dem er von Ahlefeld mit heftigen Worten attackiert hatte.

Die Grünen wollen diesen Brief nun in der ersten Sitzung nach der Sommerpause zum Thema machen, weil das Verhältnis der beiden Politiker auch die Zusammenarbeit im Ausschuss beträfe - Conzen ist Vorsitzender des Ausschusses, von Ahlefeld seine Stellvertreterin. Die Fraktionsgeschäftsführerin der Grünen, Miriam Koch, wirft Conzen "Diffamierung" der seit Jahrzehnten in der Düsseldorfer Politik aktiven Politikerin vor.

Der Konflikt hatte sich an der Diskussion um Umstrukturierungen in den städtischen Kulturinstituten entzündet, die die Politik seit Monaten beschäftigt. Von Ahlefeld hatte in diesem Zusammenhang unter anderem bemängelt, dass die Stadtspitze "von oben herab" über die Institute spreche. Sie forderte einen "Runden Tisch" mit den Institutsleitern, den die Grünen nun auch auf die Tagesordnung für den Ausschuss gebracht haben. Conzen reagierte mit einem Brief, in dem er unter anderem schrieb, Frau von Ahlefeld bestätige, "dass Ahnungslose eine besondere Begabung dafür haben, sich unbeschwert von Wissen leichthin ein Urteil zu bilden. Dafür können sie sich munter plaudernd zu jedem Thema äußern, ohne es in seiner Komplexität auch nur annähernd zu erfassen."

Die Forderung nach einer Entschuldigung ist der bisherige Höhepunkt in der Auseinandersetzung zwischen der Oppositionspartei und dem Bürgermeister. Schon in der vergangenen Woche hatten die Grünen in einer Pressemitteilung unter dem Titel "So nicht, Herr Conzen" die schlechten Umgangsformen des CDU-Politikers in der Haushaltsdebatte beklagt. Sie warfen ihm "politische Diffamierungen und Falschbehauptungen" vor.

(arl)