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Düsseldorf: Großer Andrang bei Primark erwartet

Düsseldorf : Großer Andrang bei Primark erwartet

Die irische Billig-Textilkette eröffnet am Dienstag an der Schadowstraße ihre erste Filiale in Düsseldorf. Besonders junge Kunden dürften sich zum Start vor dem Geschäft drängen. Die Polizei will die Verkehrssituation beobachten.

Das Luxus-Segment ist in den vergangenen Monaten in Düsseldorf ordentlich verstärkt worden. Vor allem das Edel-Kaufhaus Breuninger zieht die kaufkräftige Kundschaft in Scharen an, drumherum haben sich im Kö-Bogen weitere Geschäfte der exklusiven Sorte angesiedelt. Heute folgt — ganz in der Nähe — das Kontrastprogramm für Kunden mit schmalerem Geldbeutel: Die irische Billig-Textilkette Primark eröffnet am Vormittag an der Schadowstraße 56 ihre erste Düsseldorfer Filiale. Sweatshirts für 12 Euro, Kleider für 15 Euro und Hosen für 10 Euro sind keine Seltenheit. Kenner rechnen mit einem regelrechten Ansturm auf das Mode-Geschäft, auf das vor allem junge Kunden schon ungeduldig warten.

So wird auch die Polizei am Morgen mit zwei Beamten vor Ort sein, um sich zunächst ein Bild von der Verkehrslage an der Schadowstraße zu machen. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Straße frei bleibt", sagte Polizeisprecher Jochen Schütt. Falls es sich dann als nötig erweise, könne man weitere Beamte dort einsetzen. Mit der Sicherheit bei der eigentlichen Eröffnung ist die Polizei dagegen nicht befasst: "Das liegt beim Unternehmen selbst. Schließlich handelt es sich ja nicht um eine Veranstaltung unter freiem Himmel, sondern es findet alles im Geschäft statt."

Dem Vernehmen nach sollen zahlreiche Security-Kräfte im Auftrag von Primark einen reibungslosen Ablauf der Eröffnung garantieren. Beim Unternehmen war gestern aber niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Dennoch zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass ein solcher Einsatz von professionellem Sicherheitspersonal nicht übertrieben wäre. So hatten sich zur Eröffnung in Gelsenkirchen Hunderte von Kunden vor dem Geschäft gedrängt, anschließend regelrecht den Laden gestürmt und innerhalb von Minuten die ersten der typischen Primark-Einkaufsbeutel mit Kleidungsstücken gefüllt. Sogar während des regulären Betriebs wird es in den Geschäften manchmal so voll, dass Primark zu ungewöhnlichen Mitteln greifen muss. Im Mai waren an einem Brückentag so viele Kunden in die Essener Filiale gekommen, dass diese zeitweise geschlossen wurde und nur noch in Intervallen Käufer eingelassen wurden. In Düsseldorf dürfte das Interesse kaum geringer sein — obgleich die niedrigen Preise regelmäßig Zweifel an den Produktionsbedingungen der Textilien befeuern.

An der Schadowstraße 56, dem früheren Standort des Achenbachhauses, bietet die Kette ihr Sortiment auf fast 5700 Quadratmetern über vier Etagen an. In den vergangenen Monaten wurde das Gebäude umfassend saniert, dort ist auch schon eine Tchibo-Filiale eingezogen. "Die Schadowstraße ist die beste Lage Düsseldorfs für konsumige Einzelhändler", sagte Jürgen Kreutz, Geschäftsführer bei Comfort Immobilien. Das Unternehmen hat für Projektentwickler Development Partner das Gebäude vermarktet. Für Primark sei es der optimale Standort — auch dank der großen Darstellungskraft, die das Geschäft an der Ecke zur Bleichstraße entfalten könne.

Primark-Vorstand Breege O' Donoghue hat deutlich gemacht, dass das Unternehmen weiß, wie das Umfeld in Düsseldorf aussieht. "Düsseldorf und Mode — das sind Begriffe, die einfach zusammengehören", sagte er im Vorfeld. "Für Primark ist ein solches Umfeld natürlich eine Herausforderung."

(RP)