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Großeinsatz gegen Geldwäsche Drei Festnahmen bei Razzia in Düsseldorf

Düsseldorf · Ein Schwerpunkt der Großrazzia am Mittwoch lag in Düsseldorf: Die Polizei hat hier 13 Wohnungen und Firmen durchsucht, ein Hauptverdächtiger wurde festgenommen.

Die Polizei war unter anderem an der Kölner Landstraße im Einsatz.

Die Polizei war unter anderem an der Kölner Landstraße im Einsatz.

Foto: Nicole Lange

Bei einer Großrazzia in 25 Städten hat die Polizei am Mittwoch auch in Düsseldorf zugeschlagen. Einer der Hauptverdächtigen, ein 42 Jahre alter syrischer Staatsbürger, ist wohnhaft in der Landeshauptstadt und wurde hier festgenommen, ebenso wie zwei weitere Beschuldigte. Sie sollen Teil eines großen kriminellen Netzwerks sein.

Die Großrazzia war ein Schlag gegen organisierte Kriminalität – es geht um Geldwäsche und illegale Finanztransfers ins Ausland, außerdem besteht der Verdacht der Terrorfinanzierung. 1400 Einsatzkräfte der Polizei haben am Mittwochmorgen in drei Bundesländern 85 Wohnungen und Büros durchsucht. Ein Schwerpunkt der Razzia lag in Düsseldorf. Wie auch in Mönchengladbach durchkämmte die Polizei allein 13 Objekte in der Landeshauptstadt. Durchsucht wurden unter anderem die Wohnung und Firmen des Beschuldigten, darunter eine Speditionsfirma an der Kölner Landstraße in Wersten.

Der 42-jährige Tatverdächtige habe selbst angegeben, einer der Groß-Hawaladare für ganz Nordrhein-Westfalen zu sein, hieß es am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft – er soll also die illegalen Geldgeschäfte organisiert haben. Die Verdächtigen sollen mit illegalen Zahlungsdiensten Gelder aus Straftaten gewaschen haben.

Zudem wird den Beschuldigten vorgeworfen, zu Unrecht Sozialleistungen zu beziehen, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nicht zu entrichten und sich bei der Verschleierung gegenseitig zu helfen. Der Düsseldorfer soll etwa für seine achtköpfige Familie illegal 138.000 Euro Sozialleistungen bezogen haben. Aus den Reihen der Verdächtigen sollen darüber hinaus Gewalttaten wie bewaffneter Raub und Geiselnahme begangen worden sein, um Geld einzutreiben.

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