Aufbau des Riesen-Feuerwerks gestartet: Goldregen aus 220 Metern Höhe

Aufbau des Riesen-Feuerwerks gestartet : Goldregen aus 220 Metern Höhe

4.000 Raketen versprechen zum Abschluss des Japan-Tags eines der größten Feuerwerke in Deutschland. Dabei werden beeindruckende Motive wie Kirschblüten, Sonnen- und Eisblumen am Himmel zu sehen sein. Seit Freitagmorgen laufen auf den Rheinwiesen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren.

Martin Schmitz, Pyrotechniker aus Wuppertal, lässt seinen Blick über die Rheinwiesen in Richtung Rhein-Knie-Brücke schweifen: "Ein Achtel der Feuerwerksblöcke steht bereits. Der Rest befindet sich noch im LKW." Recht unscheinbar wirkt das gute Dutzend Blöcke, noch sind die Ausmaße des Feuerwerks nur zu erahnen. Zehn Leute sind derzeit mit dem Aufbau der Raketen beschäftigt, die am Abend gegen 23 Uhr von Schmitz höchstpersönlich abgefeuert werden. "Das darf nämlich nur ein deutscher Pyrotechniker, der einen Befähigungsschein besitzt", erklärt Schmitz.

Neben ihm stehen seine japanischen Kollegen, Hiroyuki Jitsukawa und Hideki Takayasu, die das Lichtspektakel in Japan konzipiert und hergestellt haben. Die beiden Pyrotechniker sind extra aus Nippon eingeflogen und begleiten den Aufbau der Feuerwerksblöcke. Nach Düsseldorf sind die Raketen auf dem Seeweg gekommen. "Das war gar nicht so einfach", räumt Schmitz ein, "es gibt nämlich nur zwei Reedereien, die Gefahrgut verschiffen. Und als solches gelten die Raketen ja."

Buntes Lichtspektakel am Rheinufer

Freuen dürfen sich die Schaulustigen auf eine 25-minütige Feuerwerks-Show der Superlative. Als erstes werden Kirschblüten zu sehen sein, das japanische Symbol für den Start in den Frühling. Es folgen Sonnenblumen, Herbstblätter in verschiedenen Farbnuancen und Eisblumen, die für die drei anderen Jahreszeiten stehen sollen.

Zum Schluss gibt es wieder den "Golden Shower", ein glitzernder Regen aus goldenen Lichtfäden, auf den sich Schmitz ganz besonders freut: "Der wird gigantisch. Man wird das Gefühl haben, dass die goldenen Fäden direkt auf einen zukommen." Und sein japanischer Kollege Jitsukawa ergänzt: "Der Goldregen wird 220 Meter hoch und 200 Meter breit sein."

Da zum Feuerwerk wieder bis zu einer Million Zuschauer erwartet werden, sollte man am besten mit Bus und Bahn anreisen. Gute Sicht gibt es übrigens nicht nur vom Burgplatz aus, sondern auch vom Medienhafen und den Brücken. Und wegen des schlechten Wetters muss sich auch niemand Sorgen machen: Das Feuerwerk findet auch bei Regen statt.

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