Sanierung in Düsseldorf: Gläubiger vertrauen der Komödie

Sanierung in Düsseldorf: Gläubiger vertrauen der Komödie

Die Komödie an der Steinstraße hat einen wichtigen Schritt aus dem finanziellen Engpass geschafft. Die Gläubiger haben am Dienstag bei einem Treffen den Sanierungskurs von Chefin Katrin Schindler einstimmig bewilligt.

Das Theater, das ohne Zuschuss der öffentlichen Hand arbeitet, war im Sommer in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Man entschied sich für ein sogenanntes sanierendes Eigenverwaltungsverfahren, bei dem die Leitung beim Haus bleibt. Die Gläubiger haben gestern nicht nur die Rolle von Schindler als Geschäftsführerin bestätigt, sondern auch Rechtsanwalt Martin Lamprecht einstimmig Rückendeckung als Sachwalter gegeben, der den Prozess führt und kontrolliert.

Schindler zufolge befindet man sich bereits seit längerem auf einem Modernisierungskurs, der nicht nur das Stammpublikum halten, sondern auch neue, jüngere Zuschauer gewinnen soll. Die Chefin blickt optimistisch in die Zukunft. "Ich habe ein tolles Team, das hinter allem steht", sagt die gebürtige Berlinerin, die das Theater mit seinen 14 Festangestellten seit bald drei Jahren leitet. Schindler zufolge haben jetzt fällige Kosten aus der Zeit der Übernahme zu den finanziellen Problemen geführt. Der Sanierungskurs wird erst in einigen Jahren abgeschlossen sein, der Freundeskreis des Theaters will dabei helfen, die vor 54 Jahren gegründete Bühne auf feste Beine zu stellen.

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Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Erfolg der Inszenierungen, wie nun der deutschen Uraufführung des Stückes "Sextett im Hochzeitsbett", einer Komödie um ein frisch verheiratetes Paar, das in der Hochzeitsnacht von immer weiteren unangekündigten Besuchern gestört wird. Mit dabei sind unter anderem Manon Straché. Jeannine Burch und Stefan Gebelhoff.

(arl)
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