Düsseldorf: Gewinnen ist nicht alles

Düsseldorf: Gewinnen ist nicht alles

Beim Nacht-Fußballturnier "Fairständnis-Cup" stand neben dem Spaß am Sport das faire Miteinander im Vordergrund.

Ein lauter Applaus geht durch die Sporthalle der Heinrich-Heine-Gesamtschule, als das Team "Soccer-Girls" einen schnellen Angriff nach vorn spielt. Doch der Torwart des Teams "Schmiede" pariert stark, und wieder folgt die anfeuernde Anerkennung aus dem Publikum.

Dass der Fairness-Gedanke im Vordergrund steht, wurde bei der 13. Auflage des nächtlichen Fußballturniers "Fairständnis-Cup" vom Jugendamt und dem Stadtsportbund Düsseldorf am Freitagabend schnell deutlich. Vor mehr als 200 Jugendlichen, die aus 20 unterschiedlichen Nationen kamen und je nach Jugendeinrichtung oder Schule in 16 Teams aufgeteilt waren, eröffneten Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (der auch Schirmherr des Turniers ist) und der ehemalige Bürgermeister Günter Karen-Jungen das Turnier. "Ich freue mich besonders, dass heute so viele Mädchen dabei sind", erklärte Karen-Jungen. Ihm sei es wichtig, auch für Mädchen Anlaufstellen zum Fußballspielen zu schaffen. "Dieses Jahr sind so viele Mädchen wie noch nie dabei", sagt auch Organisator Christian Sprenger. Angefangen hat das Turnier mit einer einzigen Mädchen-Mannschaft. Bei der 13. Auflage sind nun auch viele gemischte Teams dabei gewesen.

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"Ich habe Bock zu kicken. Dass dabei der Fairness-Gedanke so im Vordergrund steht, ist natürlich auch sehr gut", sagt Mick, der zum dritten Mal für die Prismaschule aus Langenfeld dabei ist. "Hier herrscht eine coole Atmosphäre", stimmt ihm sein Mannschaftskamerad Marco zu. Zwei Mal konnten die beiden schon mit ihrem Team den Fairness-Preis holen, der nach der Vorrunde vergeben wird. Selbst die Bälle, mit denen gespielt wurde, wurden unter fairen Bedingungen hergestellt.

"Das wichtigste ist das faire Spiel, alles andere kommt von alleine", erklärt Betreuer Artur Klapinski von der Jugendfreizeiteinrichtung Heyebad aus Gerresheim. "Fußball hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Durch das Turnier entstehen immer ganz neue Gruppenkonstellationen, die es so im Alltag nicht gibt", freut sich der Betreuer. Gewinnen, sagt Klapinski, sei eben auch für die jungen Teilnehmer nicht alles. Und so rückte es fast in den Hintergrund, dass Stunden nach Mitternacht das Team "Kamper 17" aus Holthausen als Sieger feststand.

(RP)
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