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Gewerbegebiet in Düsseldorf-Eller soll ausgebaut werden

Bauen in Düsseldorf : Gewerbe und Natur im Einklang in Eller

Am Kleinforst ist die Ausdehnung des Gewerbestreifens geplant. Dabei sind hohe ökologische Standards vorgesehen. Trotzdem müssen für die Umsetzung 100 Bäume gefällt werden.

Der Gewerbestreifen (rund 5,4 Hektar) entlang der Bahnlinie am Kleinforst liegt auf dem Weg zum Südstrand des Unterbacher Sees ein bisschen versteckt, ist aber dennoch wichtig, können sich doch hier Unternehmen ausbreiten, die anderswo womöglich Platzprobleme hätten. Jetzt soll das Gebiet ausgeweitet werden. Ursprünglich sah die Planung sogar eine Ausdehnung bis zur A46 vor, mittlerweile ist hinter der Kikwegbrücke Schluss. Grund: Mit Inkraftreten des Regionalplans 2018 gelten die Flächen südlich des Kikweggrabens als „Allgemeiner Freiraum“ sowie „Regionaler Grünzug“ und nicht mehr als „Siedlungsbereich für Gewerbe“. Der Bebauungsplan-Vorentwurf steht morgen in der Bezirksvertretung 8 zur Abstimmung (18 Uhr, Schützenhaus Eller, Heidelberger Straße 4).

Ziel der Planung ist die Ausweisung und Sicherung von gewerblichen Flächen für Gewerbebetriebe aller Art, insbesondere produzierende Betriebe und Handwerksbetriebe. Gleichzeitig soll die Erschließung gesichert werden. Aufgenommen wird zudem die Sicherung der Flächen für die Offenlegung und die naturnahe Gestaltung des Kikweggrabens.

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Die Verwaltung ist überzeugt, dass der Bereich in besonderer Weise geeignet ist für die Ansiedlung von Gewerbe. Im näheren Umfeld ist keine schutzbedürftige Wohnbebauung vorhanden. Bei den derzeit nicht bebauten Flächen im Plangebiet handelt es sich um Bereiche, die in der Vergangenheit als Güterbahnhof mit Einrichtungen zur Reparatur und Ausbesserung von Bahnfahrzeugen, Abstellgleisen sowie als Lagerfläche dienten – beispielsweise für Materialien zum Bau des heutigen Hauptbahnhofs Düsseldorf; entsprechend lange liegen die Flächen zum Teil schon brach.

Trotz der geplanten intensiven Nutzung als Gewerbegebiet sind hohe umweltbezogene Standards vorgesehen. Zwischen den Baufenstern und der Straße Am Kleinforst sollen Flächen zum Anpflanzen und zum Erhalt von Bäumen und Sträuchern festgesetzt werden, die neben ihrer ökologischen Wirkung einen optischen Übergang zwischen dem angrenzenden Naherholungsgebiet und den Gewerbeflächen herstellen. Es sollen eine „linienhafte Vegetationsstruktur“ entstehen, die einer Biotopvernetzung dienen kann und die als grünes Band eine raumgliedernde Funktion bekommt. Das Gewerbegebiet wird optisch von der Straße und dem angrenzenden Naherholungsgebiet abgetrennt und sein Erscheinungsbild deutlich aufgewertet. Insbesondere werden Lagerplätze und ähnliche Anlagen wenig von außen wahrnehmbar sein. Weiterhin sieht die Planung vor, ein Fünftel der Gewerbeflächen als unversiegelte Grünflächen anzulegen. Darüber hinaus ist eine intensive Dachbegrünung vorgesehen. Wermutstropfen und scheinbarer Widerspruch: Um die Planung zu realisieren, ist die Fällung von 100 satzungsgeschützten Bäumen erforderlich.

Das Plangebiet wird in voller Länge durch die Straße „Am Kleinforst“ erschlossen. Für die verkehrstechnische Erschließung des geplanten Gewerbegebiets ist der Ausbau der vorhandenen Straße erforderlich, der dem bei Begegnungsverkehr von Lastkraftwagen notwendigen Standards entspricht. Die Straße soll entsprechend der vorgesehenen Gewerbenutzung mit Fußweg, Radweg und Parkstreifen ausgebaut werden.