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Düsseldorf: Geteilte Meinungen zum Radweg Oberkasseler Brücke

Düsseldorf : Geteilte Meinungen zum Radweg Oberkasseler Brücke

Die Stadt plant einen neuen Radweg auf der Oberkasseler Brücke. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Radfahrer künftig auf der Fahrbahn fahren. Auch die Geschwindigkeit für Autofahrer soll reduziert werden. Unsere Leser sind geteilter Meinung.

Momentan teilen sich auf der Oberkasseler Brücke noch Radfahrer und Fußgänger den Gehweg. Im kommenden Jahr soll sich das ändern. Laut Verwaltung sollen auf beiden Brückenseiten Radwege auf den Fahrbahnen gebaut werden.

"Die neue Führung ist eine kostengünstige Lösung zur Beschleunigung des Fahrradverkehrs, entschärft die Konflikte mit Fußgängern, die oft nicht wissen, wo sie gehen wollen und unvermittelt vor das vorbeifahrende Fahrrad treten", kommentiert User Jochen M. bei RP Online.

Einige Kommentatoren sind seiner Meinung, so auch ein Düsseldorfer, der seit 33 Jahren in unmittelbarer Nähe der Brücke wohnt. "Es ist absolut richtig, den Fahrradweg wieder auf die Seite der Fahrbahnen zu verlegen. Da es auf der Brücke kaum Schwerlastverkehr gibt, spricht doch nichts dagegen, die Breite der Fahrbahnen für den Autoverkehr zu verringern und den Fahrradstreifen möglichst breit zu gestalten."

Doch insbesondere Radfahrer scheinen Bedenken zur Sicherheit zu äußern. "Allein der Gedanke auf der Brücke unmittelbar neben dem Verkehr zu fahren, lässt einem die Nackenhaare hochstehend." Andere wollen trotz neuem Radweg einfach weiter den Gehweg benutzen.

Der User Bully 51 kritisiert, dass das Radfahren in Düsseldorf ohnehin mit einem hohen Risiko verbunden sei. "Mit dieser Lösung bewirbt sich die Stadt endgültig für einen der hier so beliebten ersten Plätze im Ranking .... der radfahrerfeindlichsten Stadt Deutschlands."

(isf)