Gesundheitsminister lobt modernes Krankenhaus in Düsseldorf

Modernisierte Geburtshilfe und Kinderintensivstation: Gesundheitsminister lobt Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf

Am Florence-Nightingale-Krankenhaus sind unter anderem Geburtshilfe und Kinderintensivstation modernisiert worden. Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann sah sich das bei einem Rundgang an.

Am Florence-Nightingale-Krankenhaus ist der zweite Bauabschnitt des 46 Millionen Euro teuren Umbaus fertiggestellt. Insgesamt hat die Kaiserswerther Diakonie als Träger damit in den vergangenen zehn Jahren 80 Millionen Euro in die Modernisierung der Klinik investiert, die sie nun als modernste der Stadt bezeichnet. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigte sich bei einem Rundgang durch Geburtshilfe und Kinderintensivstation angetan.

„Es ist ein modernes Krankenhaus, und davon sieht man in Nordrhein-Westfalen nicht viele“, sagte Laumann. Dies sei vor allem möglich, weil der Träger selbst so viel Geld in die Hand genommen habe. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es für eine Verbesserung der Krankenhausfinanzierung noch weitere Schritte brauche. „Spitzenmedizin kann man am besten in modernen Räumen machen.“

Das Krankenhaus hatte zuletzt unter anderem die Chefarztambulanzen, eine neue Eingangshalle mit Bistro, eine Patientenbücherei und einen neuen Konferenzraum in Betrieb genommen. Die Führung für den Minister ging jedoch durch die ebenfalls komplett neue Kinderintensivstation und die Geburtshilfe – immerhin hat das Krankenhaus einen großen Schwerpunkt in der Familienmedizin, ist mit rund 2500 Geburten im Jahr Düsseldorfs führende Geburtsklinik und zudem als Level-1-Perinatalzentrum (Versorgung von Früh- und Neugeborenen) klassifiziert.

In der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses wurden im vergangenen Jahr auch mehr als 12.000 Kinder behandelt, für sie und ihre Eltern gibt es hier auch eigene Warteräume. Wie viele davon später stationär aufgenommen wurden, möchte Laumann wissen. Rund 10 bis 20 Prozent, schätzt Chefarzt Martin Pin.

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In der Geburtshilfe erfährt Laumann, dass das Florence-Nightingale über einen Hebammen-Kreißsaal und schon seit einigen Jahren auch über einen Fortuna-Kreißsaal verfügt. („Ja ja, das kann ich mir denken“, sagt er dazu und staunt dann doch ein bisschen beim Anblick des F95-Logos in dem Raum.) Ob denn alle Hebammen-Stellen besetzt sind, will der Minister wissen. „So gut wie, und wir stocken jetzt noch einmal auf“, sagt die Leitende Hebamme Patricia Meckenstock. Obwohl auf dem Arbeitsmarkt Hebammen händeringend gesucht werden, setze man darauf, dass die guten und modernen Arbeitsbedingungen hier für mögliche neue Kräfte attraktiv seien, erklärt dazu der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Björn Lampe.

Er hebt außerdem die hohe Spezialisierung in seiner Abteilung hervor, die zahlreiche Patientinnen auch aus dem Umland nach Kaiserswerth ziehe, weil sie die Expertise dort schätzen. „Bei uns müssen sich auch die Assistenzärzte früh entscheiden, wohin sie gerne gehen möchten“, fügt er hinzu.

Die neue Kinderintensivstation des Florence-Nightingale-Krankenhauses ist mit 800 Quadratmetern fast dreimal so groß wie vorher und liegt Wand an Wand mit dem Kreißsaal, nur durch eine Tür getrennt. „In maximal 30 Sekunden sind wir vor Ort“, sagt der Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde. Das beeindruckt auch den Minister: „Der Rundgang hat mir den Weg der kurzen Wege gezeigt.“ Ärzten und Pflegern ist hier aber auch anderes wichtig: das Miteinander von Kindern und Eltern etwa; das leitende Farbensystem auf der Station und nicht zuletzt das fünf Quadratmeter große Wimmelbild, das am Eingang hängt und das Geschehen der Station humorvoll-wuselig wiedergibt. Betten für bis zu 30 Früh- und Neugeborene gibt es auf der Station, Frühgeborene ab der 23. Schwangerschaftswoche werden hier versorgt. Neugeborene werden auch aus anderen Kliniken hergebracht und hier versorgt.

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