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Geschichte in Düsseldorf-Flingern: Erste Stele für Flinger Pfad steht

Geschichte in Düsseldorf : Erste Stele für Flinger Pfad steht

Vor den Stadtwerken steht das Exemplar der Initiative Flinger Pfad. 30 sollen es irgendwann mal werden. Die Initiative hat knapp sieben Jahre zur Industriegeschichte des Stadtteils recherchiert.

Bis alle 30 Stelen stehen, wird es noch eine ganze Weile dauern. Acht, vielleicht neun Jahre, aber das mindert nicht die Freude über die erste, die jetzt vor der Tür der Stadtwerke enthüllt worden ist. Knapp zwei Meter hoch ist sie, schlank und ohne Schnörkeleien, dafür mit ganz vielen Infos zur Geschichte des Stadtteils, des Standorts und des Unterstützers – die Stadtwerke. Die erste Idee zum Flinger Pfad kam Anne Menges 2013, als sie die Route der Industriekultur im Ruhrgebiet entdeckte, kurze Zeit später fingen die Gerresheimer an, sich mit der Geschichte ihres Stadtteils zu beschäftigen, mit dem Ringofen und der Glashütte. „Plötzlich fielen mir ganz viele Sachen in unserem Stadtteil auf“, sagt Menges, die bald eine ganze Initiative um sich hatte, die den Flinger Pfad ausgearbeitet hat.

„30 Punkte haben wir recherchiert, die die Identität von Flingern widerspiegeln“, erzählt Kaspar Michels, der schon heute Führungen anbietet auf dem Flinger Pfad, der vorbeiführt „an der wohl schönsten Industriehalle“, sagt Michels, der damit die Stadtwerke meint. Das Rheinbahndepot, die Lokomotivenfabrik, der Güterbahnhof, die Liebfrauenkirche, die Klöckner Werke, die Kiefernstraße und der Flinger Broich, die Heimat der Fortuna sind ebenfalls Stationen des Pfads. 

  • Die Fraktionsvorsitzenden (v.l.): Gudio Gahlings (Grüne), Hajo Siemes (WiN), Johannes Peters (FPD), Renate Dyck (SPD), Jürgen Boyxen (CDU).
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Anfang September soll bereits die zweite Stele dazukommen, „beim Konsumverein an der Ronsdorfer Straße“, sagt Menges, die schon einige Paten finden konnte für die Finanzierung der ersten Stelen. Die Stadtwerke zum Beispiel, „es ist schön, dass wir Teil der Geschichte sind“, sagt Vorstandsvorsitzender Julien Mounier. Auch mit den Düsseldorfer Jonges ist die Initiative im Gespräch, gemeinsam will man eine Erinnerungstafel am Uhrenturm errichten. Und auch die Bezirksvertretung 2 will zwei Stelen finanzieren. Knapp 2500 Euro kostet eine, „wir können noch Helfer gebrauchen“, sagt Michels. Aufgestellt werden die Stelen von den Gartenbauern der Jugendberufshilfe – für die gute Arbeit gibt es von der Initiative ein extra großes Lob.

Schwerpunkt des Flinger Pfads sind die Standorte der ehemaligen Industriebetriebe in Flingern-Süd, die sich im 19. Jahrhundert in der Nähe der Köln-Mindener und Bergisch-Märkischen Eisenbahnlinie angesiedelt hatten. Die Stadtwerke sind übrigens der einzige Großbetrieb, der seit dem Bau der Anlagen 1866 ununterbrochen aktiv gewesen ist im Viertel. Auch wenn heute nicht mehr viel übrig ist von der einstigen Industriezeit, erkennt man an vielen Orten, dass Flingern-Süd ein richtiges Arbeiter-Viertel war.

Alle Stelen bekommen einen QR-Code, der auf die Internetseite führen wird. Die Seite befindet sich noch im Aufbau, ist aber schon aktiv unter www.flingerpfad.de.