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Düsseldorf: Gericht soll Streit bei Düsseldorfer Jonges klären

Düsseldorf : Gericht soll Streit bei Düsseldorfer Jonges klären

Hat der ehemalige Baas der Düsseldorfer Jonges, Detlef Parr, gegen die Satzung des Heimatvereins verstoßen und ohne Beschluss des Vorstands eine Spende an den Höseler Knabenchor angewiesen?

Diese Frage ist der Kern eines privaten Rechtsstreits zwischen Parr und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands, der vor Gericht ausgetragen wird. Parr wehrt sich gegen diese Behauptung und will eine Unterlassungserklärung. Die ehemaligen Vorstandskollegen beharren jedoch darauf, dass ihre Aussage der Wahrheit entspricht.

Die Zahlung des Honorars war der entscheidende Punkt für den Rücktritt von vier Vorstandsmitgliedern im Jahr 2012. Sie waren mit der Arbeitsweise von Parr nicht einverstanden und beklagten die zerrütteten Verhältnisse im Vorstand. Später trat dann Parr mit dem restlichen Vorstand zurück, um den Heimatverein einen Neuanfang mit neuem Vorstand zu ermöglichen. Der ist inzwischen auch gelungen.

Um die Vorgänge von damals von neutraler Seite klären zu lassen, hat der jetzige Baas Wolfgang Rolshoven eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Untersuchung beauftragt. Das Gutachten liegt jetzt vor. "Unter dem Strich ist dem Verein kein Schaden entstanden", nennt Rolshoven ein Ergebnis der Prüfung. Einzelheiten will er nicht nennen, weil über interne Vorgänge nicht gesprochen werden solle.

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Nach RP-Information stellen die Prüfer fest, dass die Spende ohne Vorstandsbeschluss und unter Missachtung der Satzung gezahlt wurde. Später sei das Geld jedoch zurück überwiesen worden. Parr sieht die Zahlung als einen Irrtum und will per Gericht untersagen lassen, er habe gegen die Satzung verstoßen. Das habe aber das Gutachten festgestellt, man habe die Wahrheit gesagt, erklären die anderen Vorstandsmitglieder. Jetzt muss das Gericht entscheiden, ob sie ihre Aussage aufrechterhalten können.

(bro)