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Gericht in Düsseldorf entscheidet über Raserfahrt

Gericht verhängt Bewährungsstrafe : Wilde Verfolgungsjagd durch die Stadt

Zehn Monate Bewährungsstrafe für eine wilde und höchst riskante Verfolgungsjagd durch die Stadt hat ein 38-jähriger Autofahrer am Mittwoch beim Amtsgericht akzeptiert.

Ende Oktober 2019 sollte er am Steuer eines Pkw von einer Polizeistreife gestoppt werden, gab laut Anklage plötzlich aber Gas und floh mit weit überhöhtem Tempo über alle Fahrstreifen und sogar über die Standspur der Autobahn 46, nutzte eine Ausfahrt am Werstener Tunnel zur Weiterfahrt über die Kölner Straße, überfuhr dabei laut Anklage mindestens vier Ampeln bei Rotlicht, rammte einen Baum und ein anderes Auto (Sachschaden: mehr als 3000 Euro) und nutzte sogar den Gehweg einer Bushaltestelle als Fluchtroute.

Nur durch Zufall, so die Beamten, wurde dabei niemand verletzt. Erst in einem Hinterhof an der Harffstraße konnte der 38-Jährige damals gestoppt werden. Wie dabei herauskam, sei er nur deshalb geflüchtet, weil er ohne Führerschein unterwegs war. Gegen einen Strafbefehl über zehn Monate Bewährungsstrafe hatte er zunächst Einspruch eingelegt, hat nach Rücksprache mit seinem Anwalt diesen Protest am Mittwoch aber schnell wieder zurückgezogen.