Düsseldorf: Geisel begrüßt Riege der Diplomaten

Düsseldorf : Geisel begrüßt Riege der Diplomaten

Erster Empfang des Konsularischen Korps durch neuen Oberbürgermeister

Es war eine Premiere für das neue Stadtoberhaupt - und weil fast jedes Mitglied der diplomatischen Riege, die für NRW zuständig ist, beim traditionellen Neujahrsempfang im Düsseldorfer Rathaus Oberbürgermeister Thomas Geisel ein paar Glückwünsche mehr sagen wollte als sonst üblich, dauerte es diesmal länger, bis alle General- und Honorarkonsule im Jan-Wellem-Saal angekommen waren. Fast 70 Diplomaten waren der Einladung des neuen Rathaus-Chefs gefolgt, angeführt vom dienstältesten Generalkonsul als Doyen, Nebosja Kosutic aus Serbien; einige von ihnen waren von weit her angereist - wie die ägyptische Generalkonsulin Eman Moharram, die sich bereits am Nachmittag ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte.

Für manche der Berufsdiplomaten war es wie für Geisel eine Premiere. Allen voran Feng Haiyang, der erste Generalkonsul Chinas in Düsseldorf. In diesem Jahr sollen noch die Generalkonsulate von Ungarn und Malta hinzukommen. Für andere Generalkonsuln war es der letzte Neujahrsempfang im Düsseldorfer Rathaus, weil sie in diesem Jahr gemäß dem Rhythmus der Diplomatie auf andere Stationen wechseln, so etwa Kosutic oder die Portugiesin Maria Manuel Durão und der Vertreter Russlands, Jewgenij Schmagin.

Geisel hob in seiner Rede hervor, dass Düsseldorf den höchsten Ausländeranteil in Nordrhein-Westfalen habe. "Das tut unserer Stadt sehr gut, passt auch zu der weltoffenen Atmosphäre." Die sei bei der Kundgebung für Toleranz und Humanität deutlich geworden, als Tausende Düsseldorfer ein Zeichen gegen Ausländerhass setzten. Geisel streifte die Krisen in Syrien und der Ukraine, erinnerte die Terroranschläge in Paris und betonte, dass für ihn "internationale Beziehungen eine große Rolle" spielten. Die Leiterin des in seinem Büro eigens dafür eingerichteten Referats, Jessica Dedic, war ebenfalls im Saal.

Doyen Kosutic dankte im Namen des konsularischen Korps und betonte, dass nun im Rathaus eine "ungezwungene Atmosphäre für Meinungsaustausch" herrsche.

(RP)
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