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Geführte Radtour durch Düsseldorf

Stadtteil-Führungen : Auf zwei Rädern durch Düsseldorf

Bei der Führung „Düsseldorf per Rad“ entdecken die Teilnehmer die Stadt. Von der Altstadt geht es über die Oberkasseler Brücke entlang der Rheinwiesen in den Medienhafen.

Rechts reihen sich die Fassaden der historischen Jugendstilhäuser aneinander, links spiegelt sich die Sonne auf der Wasseroberfläche – das Rheinufer in Oberkassel ist unbestreitbar einer der idyllischsten Plätze in der Stadt. Das wird umso deutlicher, wenn man kurz vorher das hektische Treiben auf der Kö miterlebt hat.

Bei der Stadtführung „Düsseldorf per Rad“ lernen die Teilnehmer innerhalb von zwei Stunden beide Seiten von Düsseldorf kennen. Die circa 11,5 Kilometer lange Tour eröffnet so eine abwechslungsreiche Perspektive auf die Stadt und ist eine interessante Alternative zu klassischen Stadtführungen. „Zu Fuß dauert es mir einfach zu lange und mit dem Bus oder dem Auto verpasst man viele Details“, sagt Claudia Pingel. Sie und ihr Mann Andreas sind mit ihren Fahrrädern im Gepäck aus Kassel für einen Wochenendtrip nach Düsseldorf gekommen, um mehr von der Stadt zu erfahren, in der ihre Tochter studiert. Andere Teilnehmer haben sich im Vorfeld der Tour ein Leihfahrrad reserviert, das sie bei der Radstation gegenüber vom Apollo Varieté abholen. Hier beginnt auch die Führung, die an diesem Tag von Joop Eskes geleitet wird. „Sie werden Düsseldorf mit allen Sinnen erleben und einiges über die Stadt erfahren“, sagt der gebürtige Niederländer, der schon lange als Guide arbeitet und im Jahr schätzungsweise 500 Kilometer innerhalb von Düsseldorf zurücklegt.

Eskes führt die Teilnehmer über den Marktplatz in der Altstadt, weiter zur Lambertuskirche, vorbei am Ehrenhof und durch den Hofgarten bis auf die Kö. Regelmäßig werden kurze Stopps eingelegt, bei denen der Guide über die Geschichte und Bauwerke der Stadt berichtet und unterhaltsame Fakten mit einfließen lässt. So erfährt man unter anderem, dass die Kö früher als „Kastanienallee“ bezeichnet wurde, bis ein Düsseldorfer im Jahr 1848 den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. mit Pferdeäpfeln bewarf. Als Entschuldigung benannte die Stadt ihre Prachtstraße um.

Meistens ist der Guide allerdings nicht mit Erklärungen beschäftigt, sondern lotst die Teilnehmer durch den Stadtverkehr, was ihm durch den konsequenten Einsatz seiner Klingel und deutlichen Gesten souverän gelingt.

Nach dem kurzen Abstecher auf die Kö geht es für die Teilnehmer über die Oberkasseler Brücke, entlang der Rheinwiesen, bis zur Rheinkniebrücke, dann in den Medienhafen und wieder zurück zum Apollo. Die letzte Tour von „Düsseldorf per Rad“ in diesem Jahr findet am 19. September statt. Die Teilnahme kostet 14 Euro ohne und 27 Euro mit Leihfahrrad. Die Anmeldung erfolgt über die Seite www.duesseldorf-tourismus.de.