Geburten-Rekord in Düsseldorf?

Willkommen, ihr Racker!: Düsseldorf rüttelt am Geburten-Rekord

In Düsseldorf könnten in diesem Jahr erstmals mehr als 9000 Kinder geboren werden. Aber nicht alle Babys werden automatisch Düsseldorfer.

Die Chancen stehen gut, dass in Düsseldorf in diesem Jahr erstmals mehr als 9000 Geburten registriert werden. Zumindest, wenn der Trend, den die beiden größten Geburtskliniken seit Neujahr verzeichnen, weiter anhalten sollte.

So hatten bis Veilchendienstag im Florence-Nightingale-Krankenhaus (FNK) der Kaiserswerther Diakonie 322 Frauen entbunden. Unter ihnen Henry, der Erstgeborene von Düsseldorfs Ex-Karnevalsprinz Simon Lindecke und seiner Frau Nicole, der den närrischen Genen seiner Eltern folgend am Rosenmontag das Licht der Welt erblickte.

"Insgesamt sind das 42 Geburten mehr als im vorigen Jahr zur gleichen Zeit", sagt Sprecherin Melanie Bodeck. 2513 Frauen hatten 2017 in Kaiserswerth entbunden. Damit ist das FNK die größte Geburtsklinik der Stadt.

Düsseldorfer Kliniken beliebt

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Einen Zuwachs verzeichnet auch die Universitätsklinik Düsseldorf. Von Neujahr bis gestern Mittag gab es dort 258 Geburten. "Elf mehr als im Vergleichszeitraum 2017", sagt Kliniksprecher Stefan Dreising. Bei anderen Düsseldorfer Kliniken ist der Vergleich schwierig. "Wir hatten bis zum Dienstag 104 Entbindungen, können aber aus den Vorjahren immer nur ganze Monate zum Vergleich heranziehen", sagt Martin Schicht, Sprecher des zum Verbund katholischer Kliniken gehörenden Marien Hospitals. Eine Prognose für das laufende Jahr kann er nicht abgeben. "Im vergangenen Mai hatten wir 100 Geburten, im Oktober waren es 63, die Schwankungen sind so groß, dass wir die Zahl tatsächlich erst Ende Dezember kennen.

Ähnlich sieht es in den Sana-Kliniken Benrath aus. Dort gab es in diesem Jahr 76 Geburten. "Wir gehen davon aus, dass es bis Jahresende wieder mehr als 700 sein werden", sagt Sprecherin Barbara Skondras. Keine Zahlen aus 2018 konnte gestern Sven Sevecke vom Evangelischen Fachkrankenhaus benennen.

Wie viele der voraussichtlich mehr als 9000 Kinder, die in der Landehauptstadt zur Welt kommen, Düsseldorfer sein werden, ist schwer vorherzusagen. "In unseren Kliniken entbinden auch Frauen aus den umliegenden Städten", sagt Stadtsprecher Michael Bergmann. Diese Zahl schwanke und könne auch nicht einfach von der Gesamtzahl der hier registrierten Geburten abgezogen werden. "Denn genauso gut gibt es Düsseldorferinnen, die sich für eine Klinik jenseits der Stadtgrenze entscheiden."

(jj)
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