Düsseldorf: Gassigehen für Hundefutter

Düsseldorf: Gassigehen für Hundefutter

Beim "Dog-Walk" im Südpark wurde Geld für die Tiertafel gesammelt.

Während den "Cat-Walk" die Topmodels dieser Welt abschreiten, ist der "Dog-Walk" etwas bodenständiger. Dort nämlich laufen Hundebesitzer mit ihren Hunden durch den Südpark. Und für jeden erlaufenen Kilometer sammeln sie auf diese Weise Geld für die Düsseldorfer Tiertafel. So war es am sonnigen Samstag, wo sich die Tiertafel über einen großen Andrang freuen durfte. Wagen an Wagen reihte sich vor dem Sportplatz des Sportvereins Schwarz-Weiß 06, so dass sich der ein oder andere gar über Parkplatzmangel beklagte.

Für Wolfgang Lemke, den Vorsitzenden der Tiertafel, allerdings, war der Parkplatzmangel ein gutes Zeichen. Denn viele Leute bringen viel Geld. 500 bis 600 Leute, überschlägt Lemke, haben sich am Dog-Walk beteiligt. Für jeden gelaufenen Kilometer ließen Sponsoren einen Euro sowie 200 Gramm Hundefutter springen. Die Summe, die auf dem maximal sieben Kilometer umfassenden Rundkursus zusammenkam, reicht etwa, um drei bis vier Monate die Kosten der Tiertafel zu decken.

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"Dann kann ich auch sagen, der ganze Aufwand hat sich gelohnt", befand Lemke. Schließlich sei eine solche Veranstaltung ein enormer Aufwand. Schon in den Vorjahren gab es eine ähnliche Aktion, doch dieses Mal war die Tiertafel alleiniger Ausrichter. Wichtig ist Lemke, dass es den Ausstellern am Rande des Dog-Walks nicht um Kommerz gehe. "Hier soll keiner Geld verdienen, das ist alles sozial hier", sagte Lemke. Etwas, was in der Vergangenheit anders gewesen sein soll. Die Tiertafel sammelt Tierfutter für Menschen, die an der Armutsgrenze leben und ihre Hunde oder Katzen nicht ernähren können.

Jeden zweiten Donnerstag können sich Bedürftige für maximal vier Tiere Futter in der Ausgabestelle an der Bilker Allee abholen. Über 300 Frauen und Männer zählen zur Kundschaft der Tiertafel, davon ist etwa die Hälfte regelmäßig auf diese Unterstützung angewiesen, wie Wolfgang Lemke berichtete. Auch seine Kunden nahm er in die Pflicht. Jedem von ihnen, der zur Ausgabestelle kam, drückte Lemke eine Anmeldung zum "Dog-Walk" in die Hand. "Die Leute sollten auch was für sich tun", sagte Lemke. Erschienen waren sehr viele von ihnen. Wolfgang Lemke begrüßt sie per Handschlag.

(her)
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