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Gas und Wasser Düsseldorf: So steigen Preise bei den Stadtwerken

Energiepreise in Düsseldorf : So steigen bei den Stadtwerken die Preise für Gas und Wasser

Die Stadtwerke haben am Dienstag höhere Preise angekündigt, zum Teil geht es deutlich nach oben. Wir sagen, ab wann und wie stark die Kosten für die Kunden steigen.

Die Stadtwerke Düsseldorf haben am Dienstag angekündigt, wie sich die Preise für Wasser, Gas und auch Strom in nächster Zeit entwickeln werden. Die Kunden sollen über die Details in den nächsten Tagen schriftlich informiert werden, heißt es vom Unternehmen.

Eine gute Nachricht für die Kunden gibt es beim Strom. „Auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes“ sei zurzeit keine Veränderung vorgesehen. Beim Gas allerdings steigt der Preis kräftig. Ab 1. Januar 2022 sind für eine Kilowattstunde Erdgas 0,85 Cent (brutto) mehr fällig.

Das Unternehmen rechnet in einem Beispiel vor, welche Auswirkungen das hat. Bei einem jährlichen Verbrauch von 11.500 Kilowattstunden, der typischerweise für eine 100 Quadratmeter große Wohnung anfällt, müssen künftig im Tarif „Düsselgas Klassik“ 97,75 Euro mehr bezahlt werden. Das ist ein Sprung von 11,5 Prozent.

Laut Unternehmen ist die „Preisanpassung unumgänglich“. Ein wesentlicher Treiber seien die Großhandelspreise, die sich seit Jahresbeginn verdreifacht hätten. Hinzu kämen die Auswirkungen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes. Die Stadtwerke erklären: „Unternehmen, die etwa Erdgas in den Markt bringen, bezahlen seit 2021 dafür einen CO2-Preis. Sie werden verpflichtet, für diese Brennstoffe CO2-Emissionsrechte zu erwerben. Das geschieht über den neuen nationalen Emissionshandel.“

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Ebenfalls teurer wird ab 1. Januar Trinkwasser. Der jährliche Grundpreis klettert von 96,30 Euro auf 112,35 Euro (brutto) und der Arbeitspreis von 1,89 Euro auf zwei Euro (brutto) pro Kubikmeter. Den Stadtwerken zufolge bedeutet das für den durchschnittlichen Verbrauch eines Single-Haushalts monatlich 1,80 Euro mehr, bei einem Vier-Personen-Haushalt rund 2,60 Euro mehr.

Die erste Preiserhöhung seit sechs Jahren für Trinkwasser begründen die Stadtwerke neben allgemein gestiegenen Kosten vor allem mit notwendigen Investitionen in „eine zukunftsfeste Infrastruktur“, zum Beispiel die Erneuerung von Leitungen. So bleibe das Düsseldorfer Trinkwasser sehr nachhaltig – weil es unter anderem nicht mit Fahrzeugen transportiert werden muss.