Name und Nachricht: Gabriela Schmitt

Name und Nachricht: Gabriela Schmitt

Politisiert hat Gabriele Schmitt ihr Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika. "Kauft keine Früchte der Apartheid" - so lautete der Slogan, mit dem die Vorkämpfer für eine gerechtere Welt Weintrauben aus dem Land am Kap boykottierten. Mehr als drei Jahrzehnte ist das her, aber ihrem Engagement blieb die 54-jährige Wahl-Düsseldorferin bis heute treu. In dieser Woche wählte sie das Eine-Welt-Forum erneut zu seiner Sprecherin.

"Eine von dreien, aber halt die, die im Zweifel unterschreibt", sagt Schmitt bescheiden. Zum Forum, dessen Gesicht die studierte Geografin schon seit vielen Jahren ist, zählen neben einzelnen Bürgern auch sozialpolitische Initiativen wie "Futuro Si" oder der Nicaragua-Verein. Vielen Düsseldorfern ist das Forum durch die Eine-Welt-Tage und durch das gemeinsam mit dem Jungen Schauspielhaus betriebene Café Eden bekannt. "Diese Begegnungsstätte für Einheimische und Neuankömmlinge liegt uns sehr am Herzen", sagt die Frau, die Referentin bei der Weiterbildungseinrichtung "Arbeit und Leben" ist.

Dass sich Beruf und ehrenamtliches Engagement ergänzen, macht sie froh. Über die Zukunft des Forums muss sich Schmitt keine Sorgen machen. "Die Hälfte unseres Vorstands ist unter 30 und sehr engagiert bei der Sache." Für zwei Jahre ist die gebürtige Duisburgerin jetzt wiedergewählt. Schwerpunkte will sie in der Friedenspolitik sowie beim Thema sexualisierte Gewalt gegen Menschen setzen. Die Frage, was die Eine-Welt-Bewegung erreicht hat, beantwortet sie so: Positiv sei, dass beispielsweise die Säuglingssterblichkeit weiter zurückgehe.

"Aber von einer wirklich gerechten Welt sind wir immer noch weit entfernt." Jörg Janßen

(RP)