1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: Fußball-Fan muss Buße zahlen

Düsseldorf : Fußball-Fan muss Buße zahlen

Mann versuchte gewaltsam, in die schon geschlossene Arena zu gelangen.

2000 Euro muss ein Fortuna-Fan (42) zahlen, weil er im Gerangel nach einem Fußballspiel einem Ordner (32) den Mittelfinger brach. So hat gestern das Amtsgericht entschieden und im Gegenzug ein Verfahren gegen den Fan wegen Körperverletzung und Nötigung vorerst eingestellt. Der Stadionbesucher gab an, erst nach dem Fortuna-Match gegen Werder Bremen im April 2013 gemerkt zu haben, dass er noch einmal zur Toilette müsste. Weil Ordner ihn aber nicht mehr zurück ins Stadion ließen, war er gewalttätig geworden. Details zur Tat könne er nicht mehr liefern, machte der Monteur und Familienvater gestern deutlich: "Ich möchte mich entschuldigen, die Sache ist halt eskaliert, aber ich war betrunken."

Mit fast 1,9 Promille habe er das Stadion damals noch einmal schnell betreten wollen, um zur Toilette zu gehen. Ordner wiesen ihn jedoch ab. Es kam zur Diskussion, dann habe er sich mit einem Ordner gerangelt und sei erst wieder zu sich gekommen, als er schon überwältigt war und am Boden lag. Laut Anklage hatte er dem Ordner zuvor aber mit kräftigem Griff dessen linken Ringfinger so heftig umgedreht, dass der Fingerknochen brach. Das Opfer: "Der Finger ist immer noch schief, obwohl er erst gerichtet, dann eingegipst und Wochen später sogar noch mal gebrochen werden musste." Eigentlich verlangt der Verletzte, der vier Monate krankgeschrieben war, jetzt 4000 Euro Schmerzensgeld vom Angeklagten. Laut Strafgericht soll der Angeklagte aber zunächst 1500 Euro als Schmerzensgeld ans Opfer zahlen plus 500 Euro als Buße an die Staatskasse. Den Rest seiner Schmerzensgeldforderung kann der Ordner dann noch vor einem Zivilgericht gesondert gegen den Fortuna-Fan geltend machen.

(wuk)