Füchschen-Chef Peter König steht zu umstrittener Werbung

Nach Kritik an Düsseldorfer Brauerei : Füchschen-Chef verteidigt umstrittene Werbung

Das aktuelle Werbeplakat der Füchschen-Brauerei steht weiter in der Kritik. Auch aus dem Landtag kommt Kritik an dem angeblich sexistischen Motiv. Jetzt hat der Brauerei-Chef Stellung bezogen.

15 weibliche Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und Grünen haben einen Brief an Brauerei-Chef Peter König verfasst, der ihn jedoch bis jetzt nicht erreicht hat. „Ich kann mir aber gut vorstellen, was darin steht“, sagt König.

Bereits im Juni hatte das Plakat, auf dem eine Fuchs-Frau lasziv auf einem Schwenkgrill schaukelt, für heftige Kritik gesorgt, unter anderem von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten. Der Werbung wird vorgeworfen, Frauen zu sexualisieren und als Objekt darzustellen. In der Kritik steht vor allem der Text: „Medium rare oder richtig durch nehmen?“ Nun zogen die Landespolitikerinnen nach. In ihrem Brief heißt es: „Die Anspielungen kann man schwerlich noch als verspielt und harmlos bezeichnen.“ König wird nahe gelegt, das Motiv nicht weiter zu verändern.

„Wir sind mit unseren teilweise bewusst provokanten Motiven bereits seit über zehn Jahren im Geschäft“, sagt König. Die Fuchs-Figuren sowie teilweise zweideutige Sprüche seinen inzwischen ein Markenzeichen seiner Brauerei. Zwischenzeitlich gab es den Werbe-Fuchs auch als homosexuellen Seemann, Transvestiten und Stangentänzerin.

„Unmöglich“ findet der Brauerei-Chef, dass er von dem Beschwerdebrief erst aus den Medien erfahren hat. „Das ist ganz schlechter Stil“, wirft König den 15 Politikerinnen vor. Er selbst ist CDU-Mitglied und sei nicht einmal von seinen Parteifreunden informiert worden. „Man hätte doch einfach auf mich selbst zukommen und mit mir direkt sprechen können“, so König.

Der Füchschen-Chef will nicht nur an dem kritisierten Motiv festhalten, sondern plant bereits die nächsten zweideutigen Werbungen. Bestätigt sieht er sich darin von zahlreichen positiven Reaktionen, die ihn erreichten. „Kunden und Fans unterstützen uns, ich bekomme Mails aus ganz Deutschland, die die Werbung für ihre freche Kreativität loben“, freut sich König. „Mir hat jemand geschrieben, der wegen der Debatte nach Düsseldorf kommen und unser Altbier probieren will“, sagt König.

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