"Fridays for Future"-Demonstration: Mindestens 5000 Schüler demonstrieren in Düsseldorf

Gegen den Klimawandel : „Fridays for Future“- Tausende Schüler demonstrieren in Düsseldorf

Beim zweiten globalen Aktionstag der Umweltschutzbewegung „Fridays for Future“ sind am Freitag auch in Düsseldorf tausende Schüler auf die Straßen gegangen. Es kam in der Innenstadt zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen.

Wie ein Polizist am Rande des Protestes sagte, seien mindestens 5000 Teilnehmer gekommen, „es könnten aber auch noch ein paar mehr sein“. Angemeldet waren 3000. Treffpunkt war um 10.30 Uhr am Maxplatz in Carlstadt. Von da zogen die Demonstranten über die Benrather Straße und die Bankenseite der Kö zum Graf-Adolf-Platz . Dort fand eine erste Kundgebung statt, die um 13 Uhr noch andauerte.

Dann ging es zurück zur Kö bis zum Corneliusplatz, dort fand eine weitere Kundgebung statt. Anschließend ging es über die Elberfelder Straße und die Heinrich-Heine-Allee in Richtung Tonhalle und schließlich über das Joseph-Beuys-Ufer zum Rheinpark. Dort sollte dann die Abschlusskundgebung stattfinden.

Bislang hatten die „Fridays for Future“-Demonstranten diese immer vor dem Landtag abgehalten, doch wegen der Aufbauarbeiten zum Japan-Tag sei der Bereich diesmal gesperrt, so der Polizeisprecher. Auf dem Zugweg kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Auch die Rheinbahn rechnete mit einigen Behinderungen. Einige Busse in der Innenstadt konnten zeitweise nicht wie gewohnt fahren. Die Rheinbahn empfahl ihren Fahrgästen, alternativ die U-Bahnen sowie die S-Bahnen der Deutschen Bahn zu nutzen.

Vorwürfe an "Fridays for Future" - und die Antworten

In Berlin zogen am Freitag etwa 10.000 Anhänger der „Fridays for Future“-Bewegung vom Brandenburger Tor durch das Regierungsviertel und forderten, die Europawahl zu Klimawahl zu machen. Große Klimastreiks gab es neben Berlin und Düsseldorf unter anderem auch in Köln, Hamburg, Leipzig, Bielefeld und Dortmund.

Nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg gehen Schüler und junge Studierende seit Monaten freitags - während der Schulzeit - für mehr Klimaschutz auf die Straße. Dass die Proteste während der Unterrichtszeit stattfinden, hat in Deutschland zu einer Debatte geführt. Mittlerweile haben sich aber auch Eltern, Wissenschaftler und andere den Demonstrationen angeschlossen.

Nun findet der Klimaprotest zum zweiten Mal im Großformat statt. An der ersten Auflage am 15. März hatten sich nach Angaben der Veranstalter weltweit etwa 1,9 Millionen Menschen beteiligt, wie aus einer Liste von Fridays for Future hervorgeht.

Der zweite Klimaprotesttag wurde akribisch vorbereitet, wie Thunberg, die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer und Mitstreiter aus aller Welt in einem Gastbeitrag in der „Süddeutschen Zeitung“ schrieben: „Wir haben zahllose Stunden organisiert und mobilisiert, in denen wir auch einfach mit unseren Freunden herumhängen oder für die Schule hätten lernen können.“ Sie riefen Erwachsene auf, sich den jungen Demonstranten anzuschließen.

Das sagt Luisa Neubauer bei der RWE-Hauptversammlung in Essen

Fridays for Future fordert, dass die Politik beim Thema Klima auf die Wissenschaft hört, die Ziele des Pariser Weltklimaabkommens einhält und mit entschiedenen Maßnahmen dazu beiträgt, die Erderwärmung bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen. Schon heute ist es auf der Erde etwa ein Grad Celsius wärmer als vor der Industriellen Revolution.

Der zweite sogenannte globale Klimastreik nahm wegen der Zeitverschiebung seinen Anfang in Neuseeland. Nach asiatischen Ländern wie Indien und Indonesien wird dann auch in allen 28 EU-Staaten sowie in mehreren afrikanischen Staaten demonstriert, ehe Nord-, Mittel- und Südamerika dran sind.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fridays for Future - Tausende demonstrieren in Düsseldorf

(csr)
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