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Freunde und Verwandte gedenken des kleinen Elias Naserie vor dem EVK

Mahnwache in Düsseldorf : Freunde und Verwandte gedenken des kleinen Elias Naserie vor dem EVK

Am zweiten Weihnachtstag jährt sich der Tod des kleinen Mohammad Elias zum ersten Mal. Am Samstag hat es vor dem Evangelischen Krankenhaus eine Kundgebung gegeben. Immer noch glaubt die Mutter, dass die Ärzte schuld am Tod ihres Kindes sind.

18 Teilnehmer kamen zu der Kundgebung, die Belgis Naserie ordnungsgemäß angemeldet hatte. Sie erinnerte gemeinsam mit Freunden und Verwandten vor der Notfallpraxis und dem Evangelischen Krankenhaus (EVK), an ihren Sohn Muhammad Elias, der vor einem Jahr im EVK operiert wurde und wenig später in der Uni-Klinik verstarb. Belgis Naserie behauptet, dass die erste Operation, der eine zweite Not-OP folgte, überflüssig gewesen sei. Inzwischen beschäftigt sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Fall. „Ich möchte Gerechtigkeit. Ich möchte, dass die Ärzte öffentlich ihre Fehler zugeben. Ich möchte die Wahrheit“, so Naserie.

Das EVK weist jeden Behandlungsfehler von sich. „Wir können den großen Schmerz der Familie verstehen. Auch wir trauern um Muhammad. Ein Kind morgens noch gehend in eine Klinik zu bringen und es am frühen Abend zu verlieren, ist unvorstellbar. Aber unsere Mitarbeiter haben alles medizinisch Mögliche gemacht, um das Leben des Kindes zu retten“. Erklärt Susanne Schweitzer-Krantz, Chefärztin der Kinder- und Jugendklinik im EVK.

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Die Medizinrechtlerin Xenia Weiß hat derweil im Namen von Mohammads Mutter rechtliche Schritte gegen das EVK und gegen zwei Kinderärzte, die Mohammad in der zentralen Notfallpraxis behandelt hatten, eingeleitet. Sie führten keinen Rachefeldzug, sagt die Anwältin. „Es geht uns darum, herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt anders hätte gehandelt werden müssen, um das Kind zu retten.“

Ein Jahr nach dem Tod des Siebenjährigen in einer Klinik in Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

(tino)