100 Jahre VHS Düsseldorf : Volkshochschule als Garant für Chancengleichheit

Mit einem Festakt und einer Partynacht wurde das 100-jährige Bestehen der VHS gefeiert.

Schon erstaunlich, so sagt Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, wie sich das Angebot der VHS seit ihrer Gründung gewandelt hätte. „Im Jahr 1919 waren es 120 Kurse“, sagt er. „Und wenn ich mir nun das dicke Programmheft ansehe, können wir sehr stolz sein.“ Bei einem Festakt am Sonntag verglich Geisel das Gründungsjahr der VHS mit anderen deutschen Ereignissen wie der Wiedervereinigung und der Proklamation der Weimarer Verfassung. „Die Volkshochschule ist eine einzigartige Einrichtung der Demokratie und garantiert jedem Bürger seine Chancengleichheit und das Recht auf Bildung.“

Indem die VHS politische Bildung an ihre Kursteilnehmer vermittle, festige sie ihren Platz in der gegenwärtigen Gesellschaft, sagte Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär NRW. „Nur durch Wissen kann ein Bürger eine echte Nachricht von Falschmeldungen unterscheiden“, sagt er. Dass die VHS in ihrem 100. Jahr noch immer einen wichtige Stellenwert habe, sei einer ihrer Stärken, betonte Josef Schrader vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung. „Das Kursangebot reagiert auf die Wünsche und Lebensstile der Gesellschaft.“ Nur durch erworbenes Wissen hätten Bürger eine Chance auf Erfolg.

Jeder Mensch, so fügt Simone Bruns, seit vier Jahren Direktorin der VHS, hinzu, habe die Chance, von dem Angebot zu profitieren. Sie freut sich, dass die „Lange Nacht der VHS“ am Freitag ein großer Erfolg war und präsentierte im Foyer ein neues Kunstwerk, das aus 100 einzelnen Bildern besteht. Jedes steht für ein Jahr der VHS-Geschichte und zeigt in Acrylfarben auf Leinwand ein kulturelles Ereignis aus Düsseldorf. Geschaffen haben die Motive die Teilnehmer der VHS-Kunstkurse unter der Leitung von Rainer Schmidt.

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