Silvester: Tipps zum Zeitvertreib, um die Silvesternacht rumzukriegen

Jahreswechsel 2018 : So geht am Silvester-Abend die Zeit bis Mitternacht herum

Klar, Silvester ist toll – aber gelegentlich fühlt sich die Nacht an wie die längste des Jahres. Wir geben Tipps, wie Sie die Zeit bis Mitternacht herumkriegen – und darüber hinaus.

Die Silvesternacht hat ein Problem: Sie dauert so lange, wie sie nun mal dauert. Weil erst um Mitternacht auf das neue Jahr angestoßen wird, ist es keine Option, einfach ins Bett zu gehen, wenn es langweilig wird. Jedenfalls nicht, wenn man Familie oder Gäste hat – und auch nicht, wenn man selbst irgendwo eingeladen ist. Was soll man also tun, um die vielen dunklen Partystunden herumzubringen – mit Kindern oder ohne? Wir haben ein paar Möglichkeiten zusammengetragen.

Do-it-yourself-Essen Die Klassiker zum Jahreswechsel heißen Raclette und Fondue. Und das ist auch kein Wunder: Menüs, bei denen sich jeder am Tisch individuell Pfännchen oder Gäbelchen zubereiten kann, und das viele Male hintereinander, machen Spaß, schmecken lecker und dauern ewig. Perfekt! Wer etwas Abwechslung ins Silvestermenü bringen möchte, kann es mal mit Tacos (selbstgefüllte Tortillas-Wraps) oder individuell belegter Pizza probieren. Tischöfen (zum Beispiel von Ferrari) kosten um die 100 Euro. Alternative: Sushi oder Summer-Rolls (vietnamesische Reispapier-Wraps) selbst machen. Während Sushi ziemlich viel Koordinationsfähigkeit erfordert, kriegen schon Grundschüler Summer-Rolls prima alleine hin.

Die ganz große Kunst Als es noch kein Fernsehen, keine Stereoanlagen und (wie schrecklich) auch keine internetfähigen Handys gab, waren die Menschen gezwungen, ihre Erbauung selbst herzustellen. Also machten sie Kammermusik, trugen Gedichte vor und spielten kleine Theaterszenen. Traut sich das heutzutage noch wer? Familien mit nicht zu kleinen Kindern sind prädestiniert dazu, es auszuprobieren. Bis 23 Uhr hat jeder Zeit, sich etwas auszudenken – vielleicht auch zu zweit oder zu dritt. Kurz vor Mitternacht kommt dann das große Silvester-Varieté. Jede Kunstform ist möglich, von der Kunstausstellung über die Lyriklesung, die Zirkusnummer und den Zaubertrick bis hin zur Karaoke-Vorführung von Queens „Bohemian Rapsody“. Warnung: Möglicherweise verpassen Sie darüber den Jahreswechsel...

Spiele ohne Brett Klar, zur Not kann man immer noch auf „Die Siedler von Catan“ ausweichen. Aber es geht auch ohne. Kopfmenschen spielen beispielsweise „Galgenmännchen“ (Buchstaben raten, bis das gesuchte Wort zu erkennen ist – oder das Männchen am Galgen hängt) oder „Stadt, Land, Fluss“. Körpermenschen spielen Fangen oder Verstecken (wie lang ist das her?). Kreativmenschen spielen Scharade oder „Wer bin ich?“ Und Spielefreaks halten gleich eine ganze Spiele-Olympiade ab - mit mehreren Disziplinen, Punktevergabe, B-Noten, Siegerehrung und (natürlich) angemessenen Trostpreisen. Mehr Spiele gibt es unter www.spielewiki.org.

Trinkspiele Wenn die Kinder im Bett sind, wird es ernst. Der harte Kern der Erwachsenen muss nun entscheiden, ob er morgen frisch und ausgeruht sein will oder (wie früher) den Kopf unter dem Arm trägt. Für beide Varianten gibt es gute Argumente. Aber manchmal landet man eben doch beim guten alten Trinkspiel. Hier lohnt sich der Blick nach Fernost. Die Koreaner haben viele Trinkspiele perfektioniert, sie sind dort absolut gesellschaftsfähig.

Eine Auswahl: Bei „Titanic“ lässt man ein Schnapsglas in einem gefüllten Bierglas schwimmen. Jeder schüttet reihum ein wenig Klaren (in Korea: Soju) ins Glas. Wer es versenkt, muss austrinken. Bei „Sam-yuk-gu“ (drei-sechs-neun) wird reihum gezählt. Bei Zahlen, die drei, sechs oder neun enthalten, durch drei teilbar sind oder deren Quersumme drei ist, wird geklatscht. Wer das Klatschen verpasst, trinkt. Auch bei „Baskin Robbins 31“ wird gezählt, von eins bis 31. Jeder darf selbst entscheiden, wie weit, bevor der nächste dran ist. Strategisches Denken ist von Vorteil, denn es geht im Kreis und wer die 31 hat, muss trinken.

Shot-Bingo Aufwändig, aber abendfüllend und ein großer Spaß, ist Shot-Bingo. Dazu Lose vorbereiten und Plastik-Pinnchen von unten mit Losnummern beschriften. Anschließend die Pinnchen mit unterschiedlichsten Getränken befüllen - von Apfelsaft bis Zitronenlikör. Auch Wasser und Klarer dürfen nicht fehlen. Den Abend über dürfen die Gäste zugreifen. Wer ein Pinnchen leert, erhält damit ein Los. Dabei gibt es zwei Regeln: Vorher riechen ist nicht erlaubt. Und: Berührt, geführt! Zurückstellen gilt nicht. Nach Mitternacht werden dann die (zweifellos tollen) Preise verlost. Profis verwenden hier unliebsame Weihnachtsgeschenke.

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