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Protest gegen Waffenexporte: Greenpeace-Schiff liegt in Düsseldorf vor Anker

Protest gegen Waffenexporte : Greenpeace-Schiff liegt in Düsseldorf vor Anker

Um gegen den weltweiten Waffenhandel zu protestieren, liegt das Greenpeace-Schiff Beluga II mit einer Fotoausstellung noch bis Sonntag in Düsseldorf vor Anker.

Zwölf Häfen hat das Greenpeace-Schiff Beluga II schon hinter sich, nun hat es auch in Düsseldorf angelegt. Mitgebracht hat es die Fotoausstellung „Nothing Personal – The Back Office of War“. Die Bilder zeigen Fotos, die der Fotograf Nikita Teryoshin bei Waffenmessen in mehreren Städten auf allen Kontinenten gemacht hat. „Wir möchten mit dieser Ausstellung zeigen, wie Waffenhandel funktioniert und was seine Folgen in Kriegsgebieten sind“, sagt Caspar Klimmeck, der als Greenpeace-Hauptamtlicher das Projekt begleitet. Zuvor wurde es unter anderem in Hamburg, Frankfurt, Köln und Bremen präsentiert.

Die Fotos sind gedruckt auf zehn Bannern, die auf der Rheinpromenade vor dem festgemachten Schiff Beluga II stehen. Zu sehen ist, wie so eine Waffenmesse abläuft. Ein Soldat mit Sturmgewehr posiert neben einer Zimmerpflanze, die wohl von einer anderen Messe übrig geblieben ist. Ein anderes Motiv zeigt die Verkaufsschau in Abu Dhabi. Dort beobachten Männer vom Liegestuhl aus eine Flugzeugschau.

 Johannes Krähe (li.) von Greenpeace Düsseldorf und Caspar Klimmeck zeigen vor und auf dem Schiff die Ausstellung über Waffenhandel.
Johannes Krähe (li.) von Greenpeace Düsseldorf und Caspar Klimmeck zeigen vor und auf dem Schiff die Ausstellung über Waffenhandel. Foto: Holger Lodahl

„Ein großes Problem nach dem Waffenverkauf ist die Frage, wo die Waffen verbleiben“, sagt Klimmeck. Wo auf der Welt ein Flugzeugträger steht, sei noch nachvollziehbar. Sturmgewehre würden aber irgendwann bei illegalen Kartellen verschwinden. Das ließe sich ändern, indem Waffen nicht mehr an Länder verkauft würden, die weder der EU noch der NATO angehören. „Deutschland ist der viertgrößte Waffenhändler weltweit“, sagt Klimmeck. Das finale Ziel sei eine Welt ohne Waffen.

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Die Besucher können das Greenpeace-Schiff auch betreten und sich die Bilder dort ansehen. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Beluga II per VR-Brille virtuell von innen zu erleben. Anschließend können Interessierte auf einem großen Regenbogen-Banner ihre Unterschrift setzen und ihre Meinung über den Waffenhandel schreiben.

„Wir informieren mit der Ausstellung noch bis Sonntag hier am Robert-Lehr-Ufer, direkt neben dem Alltours-Open-Air-Kino“, sagt Johannes Krähe, Ehrenamtlicher von Greenpeace Düsseldorf. Dann fährt die Beluga II weiter nach Berlin, um die Unterschriften an einen Vertreter der Bundesregierung zu übergeben.