Gesundheitstrend : Ein Eiweißshake als Hauptgang

Im Preens gibt es Milch-Shakes, Kekse und Porridge mit viel Protein. Die Getränke und Speisen sind nicht nur etwas für Sportler.

Wer Sport im Leben ernst nimmt und regelmäßig durch Parks joggt, im Verein Volley- und Fußball spielt oder in einem der zahlreichen Fitness-Studios mächtige Gewichte stemmt, der weiß: Proteine sind das A und O bei der Ernährung. Herz, Hirn, ja sogar Haut und Haare brauchen das Eiweiß, um zu wachsen und stark zu sein. Und selbstverständlich bestehen die Muskeln aus Proteinen. Mit dem wachsenden Sportmarkt wächst auch die Branche der Protein-Produkte. Vor allem Shakes mit Milch und Pulver laufen in den Fitness-Studios gut.

Seit kurzem gibt es nun ein Lokal, in dem es eben diese Shakes gibt – und zwar in mehreren Varianten, mit vielen Zutaten und Toppings. „Preens“ heißt das Bistro-ähnliche Geschäft. Simon Lüchtenborg (34) und Timon Gommer (25) haben es nach eigener Idee im Frühsommer eröffnet. „Wir möchten den Protein-Shake lösen vom reinen Bodybuilder-Image und ihn als gesunden Drink oder als kleine Mahlzeit für alle Menschen mit Sinn für Geschmack und Gesundheit bieten“, sagen die Geschäftspartner.

Für ihr Konzept haben sie an der Graf-Adolf-Straße ein leerstehendes Lokal umgebaut. Im vorderen Bereich stehen einige hohe Tische aus Naturholz und mit hohen Hockern auf Fußboden in Natursteindesign. Die Seitenwände sind im schlichten Beige-Grau gestrichen, was das üppige (Kunst)-Grün an der Rückwand zur Geltung bringt. Auf einer großen Tafel sind die Speisen in Gruppen gelistet. „Cream“ ist ein recht fest gemixtes Milch- oder Sojagetränk, ähnlich einem Joghurt oder Pudding. Oben drauf gibt es Soßen aus Himbeere, Schoko und Karamell sowie nach Wunsch eine große Auswahl an Toppings aus frischen Früchten, Müsli-Mischungen, Nüssen und die so genannten „Superfoods“ wie Leinsamen und Goji-Beeren. In einem Becher (ab 4,50 Euro) ist dieser Mix eine erfrischende, süß-milchige Speise.

Wer etwas mehr Hunger hat und etwas Warmes im Bauch braucht, kann sich ein Porridge bestellen. Diese vor allem in England beliebte Mischung aus Haferflocken und Milch wird im Preens mit Toppings, Soßen und Früchten mächtig aufgepeppt. Dazu passt ein Smoothie, den es im Preens in fünf Varianten gibt (ab 3,50 Euro). „Tropical“ enthält tropische Früchte und Apfelsaft; „Healty Weedy“ braucht Mut durch die Zutaten Brokkoli, Spinat, Ingwer, Apfelsaft und Hanfprotein. Auch „Skinny Matcha“ ist köstlich – wohl oder trotz der Hip-Zutat Matcha-Tee sowie Banane, Spinat und Cheyenne-Pfeffer. Wer seinen Smoothie süß mag, bestellt einen Schoko Loco mit Milch, Banane, Erdnussbutter, einem Haferkeks und zusätzliches Protein, dessen Herkunft oder genauer Namen übrigens nicht verraten werden. Diese Geheimzutatkommt in viele Shakes und Creams, soll besonders viel Protein enthalten und die Speise sehr cremig machen. Gereicht werden die Shakes und Creams in Einweg-Bechern aus einem aus Pflanzen hergestellten Material, im Mülleimer landen sie trotzdem. Die Preens-Macher denken über eine bessere Lösung nach, sagen sie.

Das To-Go-Konzept kommt ganz gut an. Viele Gäste im Preens kommen direkt vom Training aus den in unmittelbarer Nähe liegenden großen Fitness-Studios. Aber vor allem mittags jedoch, so erzählt Simon Lüchtenberg, kämen viele Geschäftsleute, um sich in der Mittagspause den gesunden Energiekick für den restlichen Arbeitstag zu holen. „Ein ordentlicher ,Cream’ oder ein Protein-Porridge“, so betont Timon Gommer, „haben so viel Power wie eine ganze Mahlzeit.“

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