Polizei in Düsseldorf gibt Tipps zur Sicherheit bei der Fahrt in die Sommerferien 2018

Urlaubsverkehr : So werden Fahrzeug und Fahrer fit für die Ferien

Am Freitag geht es los: Dann starten in NRW die Sommerferien 2018. Dann fahren wieder viele Familien in den Urlaub. Damit die Fahr sicher verläuft, hat die Düsseldorfer Polizei einige wertvolle Hinweise.

14 Meter sind ziemlich weit. So weit fährt ein Auto mit einer Geschwindigkeit von 50 kmh in einer Sekunde. Der schwarze Teppich auf dem Pflaster der Altstadt ist 14 Meter lang, und darauf stehen lebensgroße Figuren aus Pappe: Eine alte Dame mit Rollator, ein Kind, ein Jugendlicher auf einen Skateboard und ein Hund mit einem Ball im Maul. Sie alle sind in Gefahr, wenn der Autofahrer auch nur für eine Sekunde abgelenkt ist.

Die Installation gehört zu einem Infostand, bei dem Polizei, Verkehrswacht und ADAC auf die Gefahren beim Autofahren aufmerksam machen. Gerade zu Beginn der Sommerferien ein wichtiges Thema.

„Wir wollen die Menschen warnen, wie gefährlich auch eine kurze Ablenkung sein kann“, sagt Jochen Schütt, Sprecher der Polizei Düsseldorf. Ein schneller Blick aufs Handy oder Navi, und schon kann eine gefährliche Situation entstehen – das soll der 14 Meter lange Teppich verdeutlichen. Je schneller man fährt, desto gefährlicher ist die Ablenkung. „Die Menschen unterschätzen, wie weit sie im Blindflug fahren, wenn sie kurz aufs Handy schauen“, sagt Schütt. Neben dieser Warnung bietet die Polizei auch praktische Tipps zum Sichern von Gepäck auf langen Fahrenten; hierbei raten sie, Spanngurte oder Gepäcknetze zu verwenden, da im Falle eines Unfalls lose Koffer und Taschen eine zusätzliche Gefahrenquelle werden können. Außerdem erinnern die Beamten Passanten daran, keine Wertsachen im Auto liegen zu lassen.

Neben den Informationen der Polizei rief der ADAC das Konzept der Rettungsgasse ins Gedächtnis: Die Fahrzeuge auf der linken Spur halten sich äußerst links, wer rechts oder in der Mitte fährt, hält sich möglichst weit rechts. „Das Konzept ist fast allen Passanten bekannt“, sagt ADAC-Sprecher Roman Suthold, „aber in der Praxis sieht es oft anders aus“. Er weißt auch darauf hin, dass die Rettungsgasse schon bei stockendem Verkehre gebildet werden sollte, nicht erst, wenn sich ein Rettungsfahrzeug nähert, „weil im Zweifel Sekunden über leben und Tod entscheiden können“. Im Laufe der Ferien werden Polizei und ADAC weitere gemeinsame Infostände in der Stadt aufstellen.