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Neuer Futterspender im Düsseldorfer Wildpark Grafenberg

Neue Futterspender im Wildpark : Kraftfutter für Grafenberger Hirsche

Im Wildpark Grafenberg gibt es drei neue Futterautomaten. So können die Besucher den Tieren gesundes Fressen anbieten – und mit Hirsch, Wildschwein und co. auf Tuchfühlung gehen.

Wenn er Hunger hat, frisst ein Damhirsch aus der Hand. Vorsichtig und geschickt knabbert er an dem, was man ihm vor die feuchte Schnauze hält. Leider wissen viele der Menschen, die zu dem zierlichen Hirschen kommen, nicht, was genau dem Tier gut tut – und was ihm schaden kann.

„Äpfel und Möhren sind für das Wild gut geeignet, bei Kartoffeln und Kohlrabi wird es kritisch, und ganz schlecht sind Nudeln und Spaghetti“, sagt Björn Porsche, Leiter des Wildparks im Grafenberger Wald. Besucher bringen immer wieder Rohkost für die Tiere mit, verfüttern sie in bester Absicht – und riskieren dabei die Gesundheit des Wildes.

Gesundes Futter aus dem Automaten

Auch deswegen gibt es jetzt spezielle Futterautomaten: mannshohe grüne Kästen, aus denen Besucher für einen Kostenbeitrag von einem Euro einen Pappbecher mit Kraftfutter füllen. Damit können sie dann die Rot- und Dammhirsche, Wildschweine und Mufflons füttern. „Wir haben eine spezielle Mischung, die nahe an dem ist, was die Tiere auch in der Natur fressen“, sagt Porsche. Die kleinen Bröckchen können sogar vom Menschen gegessen werden.

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„Das ganze System ist umweltverträglich“, sagt die zuständige Gründezernentin Helga Stulgies. Die weißen Pappbecher sind biologisch abbaubar und sind sogar essbar, so dass keine Gefahr besteht, wenn die Tiere sie verschlucken. Leere Becher können in speziellen Säulen, die im Wildpark verteilt sind, zurückgegeben werden, damit sie mehrfach benutzbar sind. In alten, kaputten Bechern pflanzen die Mitarbeiter des Parks junge Pflanzen.

Neben dem Kraftfutter aus den Automaten dürfen Besucher weiterhin Futter von zu Hause mitbringen. „Die Tiere fressen auch Dinge, die ungesund für sie sind. Hirsche können nur schlecht kauen, und an einer unglücklich verschluckten, rohen Nudel sogar sterben“ sagt Parkleiter Porsche. Daher bittet er die Besucher, neben dem Futter aus dem Automaten nur Äpfel und Möhren zu geben.

Die neuen Automaten kommen gut an. Britta Michel geht mit ihrem Sprössling im Wildpark spazieren, sie hat bereits einen der neuen Becher gekauft. „Ich finde es gut, dass jetzt genau geregelt ist, was die Tiere zu essen bekommen, und was nicht“, sagt sie.

„So wie sich Menschen in den vergangenen Jahren bewusster ernähren, so sorgen wir auch besser für die Tiere“, sagt Paul Schmitz, Leiter der Forstabteilung des Düsseldorfer Gartenamts. Das Geld, das durch die Futterbecher eingenommen wird, fließt in den Wildpark. „Wir wollen den Park auch in Zukunft kostenlos für unsere Besucher offen halten“, so Schmitz.