Kunststadt Düsseldorf : Akademie-Studierende zeigen neue Kunst im Zero-Haus

Wo in den 1950er-Jahren Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker ihre bekannten Werke schufen, findet wieder eine Ausstellung statt.

An der Hüttenstraße 104 steht in einem Hinterhof ein für die Düsseldorfer Kunst wichtiges Gebäude. Dort arbeiteten ab den späten 1950er-Jahren die Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, die es durch ihre Werke zu Weltruhm brachten. „Zero“ wird die Kunst genannt, weil die Künstler einen Neuanfang suchten – eine „Stunde Null“ eben.

Nun gibt es in dem Haus wieder Kunst zu sehen. Sechs Absolventen und Studierende der Kunstakademie präsentieren ihre neuen Werke, für die sie sich durch die Zero-Kunst inspirieren ließen. „From Zero to her:o“ ist der Titel. „Die Ausstellung bietet den jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit, künstlerische Experimente durchzuführen, indem sie ihre Installationen mit Klängen im Zero-Haus vorstellen“, sagt Katja Dammann von der Zero-Foundation. Deren Aufgabe ist, die Zero-Kunst zu erhalten und zu präsentieren.

Christoph Thormann zeigt Bilder, für die er sich von den Rasterbildern Otto Pienes und von den Strukturen Heinz Macks inspirieren ließ. Yunju Lees Videoarbeit wurde von Heinz Macks Beobachtung der reflektierenden Oberfläche und der Lichtvibrationen beeinflusst. Durch ihre Bilder möchte Lee herausfinden, wie Kunst mit Technologie verbunden werden kann. Margareta Bartelmess zeigt 1500 Landschaftsansichten mit Hilfe eines Projektors aus den 1960er-Jahren, um eine Verbindung zwischen der Zero-Zeit und der Gegenwart zu schaffen.

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Die Arbeit von Sean Mullan verwandelt die Treppenhäuser des Zero-Hauses in ein Klangobjekt, in dem Chatbots ein Gespräch über das Zero-Manifest führen. Dazu lesen Mullans Freunde von Robotern generierte Inhalte. So sollen die Grenzen zwischen menschlichem Wesen und maschinellem Lernen verwischen. Beteiligt an der Ausstellung sind zudem Adam Burke, Agnes Cameron, Adam Haar Horowitz, Ben Miller, Sarah Schwettmann, Seth Riskin und Daniel Alexander Smith.

„Alle ausgestellten Werke der jungen Künstler thematisieren die Frage, welche Bedeutung die klassische Düsseldorfer Zero-Bewegung auf zeitgenössische Künstler haben, sagt Katja Dammann.

Die Ausstellung „From Zero to her:o“ ist an den kommenden vier Wochenenden (16. Oktober bis 14. November), samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Info www.zerofoundation.de