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Neue Jugendfreizeiteinrichtung in Düsseldorf

Leben in Düsseldorf : Billard, Kochen und Videospiele für Jugendliche

Seit einigen Wochen hat die Jugendfreizeiteinrichtung an der Theodor-Litt-Straße geöffnet. Wegen der Pandemie ist das Angebot noch etwas eingeschränkt, aber es soll größer werden. Eine Eröffnungsfeier muss aber noch warten.

Mit Pizzateig kennen sich Fabian und Jannik aus. Die beiden Jungs (elf und 13 Jahre alt) stehen in der Küche der Jugendfreizeiteinrichtung an der Theodor-Litt-Straße und rollen die etwas widerspenstige und zähe Masse auf einem Ofenblech aus. „Da am Rand fehlt noch Teig“, sagt Fabian und Jannik bemerkt: „Und in der Mitte ist noch ein Loch.“ Die beiden Freunde haben viel Spaß in der Küche, viele Tipps kriegen sie von Sozialpädagoge Leon. „Der ist echt ein cooler Typ“, finden die Jungen gut gelaunt und fügen hinzu: „Seit die Freizeiteinrichtung hier geöffnet ist, kommen wir jeden Tag her.“

Der neue Treff für Kinder und Jugendliche sollte schon im vergangenen Dezember öffnen. Die Corona-Pandemie hat diesen Plan ausgebremst – aber nun, wegen der niedrigen Inzidenz, ist endlich Betrieb im Haus. „Zurzeit können bis zu 30 Besucher bei uns im Erdgeschoss die Freizeitangebote nutzen“, sagt Thomas Zass, der Einrichtungsleiter. Kommen mehr Kinder und Jugendliche, gibt es zum Fußballspielen draußen genug Platz. Bei gutem Wetter können auch die Tische vors Haus gerückt werden, so dass unter freiem Himmel die Brettspiele ausgepackt werden können – dann auch ohne Mund-Nase-Schutz, der im Innern des Hauses selbstverständlich ist ebenso wie Hände desinfizieren.

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Die Freundinnen Lena und Zoe (12 Jahre) und Anna (13) sind zurzeit täglich da. Tischfußball und Billard spielen sie am liebsten oder sie gehen in die Sitzecke und zocken ein Videospiel. „Ich bin froh, hier meine Freundinnen treffen zu können“, sagt Zoe. Und Lena sagt: „Sonst müssten wir ja öde zu Hause bleiben.“

Zurzeit ist die Jugendfreizeiteinrichung Teil der Düsselferien, erklärt Thomas Zass. In den ersten zwei Wochen waren Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen da, es folgten die 12 bis 16-Jährigen, ab 2. August haben die Sechs bis Zwölfjährigen Vorrang. Nach Ende der Ferien, so erläutert Thomas Zass, ist das Haus dienstags bis freitags von 16 bis 21 Uhr geöffnet sowie samstags von 15 bis 20 Uhr. Montags ist Gruppentag für Teilnehmer an Treffen mit Musik, Tanz oder Kochen. Bleibt die Inzidenz der Corona-Infektionen niedrig, können auch bis 199 Kinder und Jugendliche gleichzeitig in die Einrichtung, die dann auch die Angebot auf der ersten Etage öffnet. Dort gibt es noch eine zweite Küche, einen gut ausgestatteten Fitnessraum mit Kraftgeräten und Hanteln sowie Spinningrädern und einer Tischtennisplatte. Auch ein Werkraum ist vorhanden und eine Werkstatt, in der die Pädagogen ihren jungen Besuchern wichtige beibringen wie das Flicken eines Fahrradschlauches. „Die Kinder und Jugendlichen lernen hier ganz spielerisch viel, was sie für ihre Selbstständigkeit im Leben brauchen“, sagt Zass. Weitere Pläne für die kommenden Wochen und Monate sind Fahrradausflüge in die Region, Filmabende, Konzerte und die Fertigstellung des Probenraumes, in dem junge Musizierende ihre Talente an Gitarre, Mikrofon oder Keyboard testen können.

Auf dem Wunschzettel von Thomas Zass steht eine schöne Eröffnungsfeier, die wegen der Pandemie aber noch keinen Termin hat. „Wir warten mit dem Fest, bis wir es ohne Einschränkungen durchführen können“, sagt er. Denn ihm ist wichtig, dass dann auch Eltern und Großeltern der Kinder kommen sowie die Nachbarn der Jugendfreizeiteinrichtung. „Cool fänden wir auch einen Discoabend“, sagen die Mädels Lena, Zoe und Anna.

Fabian und Jannik in der Küche sind inzwischen zufrieden mit ihrem Pizzateig. Belegt werden soll er mit Paprika, Tomaten, Käse und Thunfisch. „Und immer mit Liebe gemacht, dann wird es lecker“, sagt Nachwuchs-Koch Fabian.