Nacht der Museen 2019 in Düsseldorf: Termine, Programm und Tickets

Event in Düsseldorf : Das erwartet die Besucher bei der Nacht der Museen

Am 6. April öffnen in Düsseldorf 40 Museen, Kulturinstitute und Galerien bis 2 Uhr nachts. Zur Nacht der Museen werden bis zu 23.000 Besucher erwartet. Von A nach B kommt man erstmals auch gratis per Leihrad.

Kunst und Kultur vermitteln und gleichzeitig unterhalten – das ist Ziel der Nacht der Museen. In diesem Jahr beteiligen sich rund 40 Museen, Kulturinstitute und Galerien am Programm, das vom Kulturamt zusammen mit der Agentur k/c/e Marketing³ organisiert wird, und öffnen von 19 bis 2 Uhr ihre Türen. 23.000 Besucher werden bei der 19. Ausgabe erwartet. Ein Überblick:

Premieren bei der Nacht der Museen 2019

Einmalig mit dabei ist das Wim-Wenders-Gymnasium an der Schmiedestraße: Dort soll der Block C bald abgerissen werden. Vorher sind dort aber noch einmal Künstler eingezogen und nutzen die Räume als Werkstätten und Ateliers. Bei der Nacht der Museen sind diese für die Öffentlichkeit zugänglich.

Lohnen wird sich auch die Fahrt nach Reisholz: Der Verein „Kunst im Hafen“ zeigt dort in seiner Ausstellungshalle „Werft 77“ Arbeiten von 23 Künstlern aus der ganzen Welt. Außerdem gewähren sieben Künstler des Vereins einen Einblick in ihre Ateliers.

Ebenfalls neu dabei: die Zero Foundation, die sich der Arbeit der berühmten Zero-Künstlergruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker widmet. 2018 ist die Foundation in die früheren Atelier-Räume der Künstler an der Hüttenstraße gezogen. Bei der langen Museumsnacht kann man die alten Wirkungsstätten der Künstler besuchen und im Erdgeschoss wird es ein begehbares Archiv geben.

Auch die großen Museen in Düsseldorf beteiligen sich

An der Kulturnacht beteiligen auch die großen Kulturinstitute der Stadt von Kunstpalast bis K21. Nur das K20 am Grabbeplatz ist dieses Mal nicht dabei: Es erhält vor seiner nächsten Ausstellung einen neuen Boden und ist daher zur Nacht der Museen geschlossen.

Im K21 kann man die Sammlung sowie die Ausstellung „Ye Olde Food“ von Ed Atkins besuchen und die beliebte Installation „in orbit“ von Tomás Saraceno in 25 Meter Höhe erklimmen. Im Kunstpalast im Ehrenhof kann man die Ausstellungen „Zu schön, um wahr zu sein“ über das Junge Rheinland und „Fotografinnen an der Front“ besuchen. Durch Ausstellungen und Sammlungen gibt es je 30-minütige Führungen. Musik im Stil der 20er Jahre liefert die Gruppe Femmes Fatales.

Kultur im Kleinen

Vor Kurzem wurde bekannt, dass der Kulturverein Brause Ende Mai aus seinen Räumen an der Bilker Allee 233 ausziehen muss. Bei der Nacht der Museen ist die Brause noch einmal dabei und zeigt unter dem TiItel „Outside Society“ Werke von Graffiti-Künstler Oliver Räke.

Die Galerie Pretty Portal, Brunnenstraße 12, zeigt unter dem Titel „MACHINaturE vs. MachiNATURE“ Werke des französischen Künstlers Ardif. Bekannt geworden ist dieser durch seine Zeichnungen, in denen er Tiere in mechanische Wesen verwandelt.

Historische Straßenbahnen kann man am Steinberg besichtigen. Foto: Jaroslaw Miernik

Um Tanz geht es derweil im Hafenkunstkino am Ueckerplatz im Medienhafen: Unter freiem Himmel werden Tanzfilme gezeigt und es gibt Live-Auftritte, unter anderem von der Jugendcompany des Tanzhauses.

Nacht der Museen für Familien

Im Aquazoo ist Nachtschicht angesagt. Bedeutet: Dort wird nicht die Nacht zum Tag, sondern in Zoo und Naturkundemuseum wird das Licht gedämpft. So erhalten Besucher die Chance, einen Blick auf die Nachtschwärmer, die sonst selten zu sehen sind, zu werfen. Von 19 bis 24 Uhr werden alle 30 Minuten unter dem Titel „Süßwasser – unser Lebenselixier“ und „Das Herz der Technik“ Führungen angeboten, bei Experten-Vorträgen hat man Gelegenheit, auf Tuchfühlung mit einer Vogelspinne zu gehen.

„Kosmos und Chaos“ lautet dagegen das Motto im Marionetten-Theater (Bilker Straße 7). Zu jeder vollen Stunde zeigt das Ensemble Ausschnitte des Musiktheaters „Der Mond“ von Carl Orff.

Die Installation „in orbit“ von Tomás Saraceno im K21 Ständehaus ist während der Nacht der Museen ebenfalls zugänglich. Foto: Anne Orthen (ort)/Orthen, Anne (ort)
Die „Femme Fatales“ treten im Kunstpalast auf. Foto: Rosa Sanchez

Im Innenhof des Palais Wittgenstein gibt es Theater unter freiem Himmel und Besucher haben die Gelegenheit, Werkstätten, Probebühne und den Fundus des Theaters zu besichtigen.

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