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Musical Flashdance in Düsseldorf 2020

Musical in Düsseldorf : „Flashdance“ entführt in die 1980er-Jahre

Ab nächste Woche ist die Geschichte der tanzenden Schweißerin Alex als Musical im Capitol-Theater zu sehen.

Wer älter ist als 40 Jahre dürfte bei Flashdance sofort an „What a Feeling!“ denken. Im Jahr 1983 war der Pop-Song einer der größten Hits und ging als Single millionenfach über die Ladentische. Sängerin Irene Cara dürfte damit reich geworden sein ebenso wie später DJ Bobo. Der Schweizer Musikproduzent brachte das Lied 2001 noch einmal in die Charts.

Der Film Flashdance hat eine etwas andere Karriere gemacht. Zwar war das Liebes-Musical im Kino der 1980er-Jahre ein großer Erfolg, aber ein TV-Wiedersehen bleibt heute aus. Schade eigentlich! Wäre doch schön, der Schauspielerin Jennifer Beals noch einmal zuzusehen, wie sie als Schweißerin Alex tagsüber in einer Fabrik schuftet, abends aber in zwielichtigen Bars  als Tänzerin für erotische Blicke sorgt.

Wie schön, dass einige Musical-Produzenten den Film nicht vergessen haben und die Story für die Bühne aufmischten. Ab Dienstag ist „Flashdance – das Musical“ im Capitol-Theater zu sehen.

Für alle, die den Film tatsächlich nicht kennen, hier die Story: Arbeiterin Alex arbeitet auf Baustellen, hat aber den Traum, durch ein Vortanzen einen Platz in einer berühmte Tanzakademie zu bekommen. Weil sie aber Angst hat und zögert, tanzt sie derweil nachts in einigen Bars. Und ja, das gibt den Raum für die berühmte Filmszene, in der Alex ausgestreckt auf einem Stuhl sitzt und ein Schwall Wasser auf sie herunterplatscht.

Kaum abgetrocknet trifft Alex bei der Arbeit auf Nick. Er ist der charmante und junge Chef der Fabrik, in der sie arbeitet. Er will helfen und verschafft Alex durch seinen Einfluss und Bestechung ein Casting. Aber so läuft das nicht mit Alex. Ihr Stolz verbietet es ihr, sich kaufen zu lassen. Zum Schluss aber geht sie doch zum Vortanzen. Erst fällt sie auf die Nase, dann begeistert die Lehrer mit einem großen „What a feeling“-Tanz und kann ihr Happy-End mit Nick feiern.

Die Story ist gespickt mit vielen Pop-Songs, die heute noch bekannt sind: „Gloria“ und  „She’s a Maniac“ zum Beispiel sowie eben im Finale „What a feeling“ – eine Hymne, die von Hauptdarstellerin Maria Danaé Bansen richtig gut gesungen wird. Kein Wunder, denn die Berlinerin hat schon in Musicals wie „Cabaret“ und „Chicago“ gespielt, da ist doch so ein Pop-Song ein Klacks.

Stimmlich überzeugen aber ebenso die männlichen Protagonisten. Nicky Wuchinger spielt Nick, den Stahlfabrik-Besitzer, der den Fehler macht, seiner neuen Freundin mit einer Spende für die Academy den Weg zur „Audition“ zu ebnen. Und da ist Dennis Hupka, der Jimmy verkörpert, den glücklosen Komiker, der in „Harry’s Bar“ auf keinen grünen Zweig kommt und vergeblich versucht, in New York Fuß zu fassen.

Die größten Songs werden im englischen Original gesungen, einige andere auf Deutsch. Die Band unter Leitung von Christoph Bönecker spielt live. Optisch beeindruckend sind die effektvollen Projektionen, die mal das Stahlwerk mit lodernden Flammen zeigen, dann eine Wolkenkratzer-Skyline bei Nacht und sogar eine Tropenlandschaft mit Wasserfall.

Info Premiere vom Musical „Flashdance“ ist Dienstag, 3. März, 19.30 Uhr, im Capitol-Theater an der Erkrather Straße 30. Bis Sonntag, 8. März, ist die Show zu sehen. Karten gibt es ab 29 Euro unter www.westticket.de und unter Telefon 0211 274000.