Kultur in Düsseldorf : Kultur für Kurzentschlossene

Das Schauspielhaus Düsseldorf feiert goldenes Jubiläum, Robert Kreis im Theater an der Kö seinen 70. Geburtstag – nur zwei der Kulturtipps für diese Woche.

Theatermuseum Vor 50 Jahren wurde das Düsseldorfer Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz eröffnet. Zu diesem Jubiläum präsentiert das Theatermuseum eine Ausstellung, um die Entstehungsgeschichte des Gebäudes zu erzählen. Zudem lassen Studierende des Instituts für Medienkultur und Theater der Universität Köln anhand von William Shakespeares „Sommernachtstraum“ Inszenierungen und Darsteller der vergangenen fünf Jahrzehnte Revue passieren und geben Einblicke in die Arbeit eines der größten Sprechtheaters Deutschlands. Ein eigens für Kinder eingerichteter Raum macht die Arbeit der 1976 gegründeten Kinder- und Jugendtheatersparte des Schauspielhauses anschaulich. Die Vernissage ist am Mittwoch, 19 Uhr.

Kom(m)ödchen Nils Heinrich ist Mitte 40. Er kann über alles nur noch lachen. 1989 versprach man ihm Reisefreiheit. Doch dann wurde die Bahn privatisiert. Er hat Zahnfüllungen aus zwei Gesellschaftssystemen im Mund. Die erzeugen Strom. Diese zusätzliche Energie kann er gut gebrauchen. Denn er ist verheiratet und hat neuerdings Kleinkinder. Er hat also ein Leben. Und keine Zeit für Debatten, die aus dem Internet in den Alltag herüberschwappen. Mit seinem Programm „Aufstand“ gastiert der Kabarettist am Donnerstag, 20 Uhr, im Kom(m)ödchen.

Deutsche Oper am Rhein Knapp eine Woche vor der Düsseldorfer Premiere der „Fledermaus“ schlagen auch die Herzen der Düsseldorfer Symphoniker im Dreivierteltakt. In ihrer beliebten Kammermusikreihe „Symphoniker im Foyer“ widmen sich am Sonntag, 11 Uhr, zehn Holzbläser und eine Harfenistin gemeinsam mit den Solistinnen Heidi Elisabeth Meier (Sopran) und Kimberley Boettger-Soller (Mezzosopran) diesmal dem Wirken des weltberühmten „Fledermaus“-Komponisten Johann Strauß (Sohn) und seines nicht minder populären Kollegen Jacques Offenbach. In prägnanten Arrangements erklingen die beliebtesten Melodien aus der „Fledermaus“ und den Operetten Jacques Offenbachs sowie Strauß’ „Frühlingsstimmenwalzer“.

Robert-Schumann-Saal In der Reihe „ErstKlassik!“ heißt es am Sonntag, 17 Uhr, „Hautnah – von Monteverdi bis Hollaender“. Soparinistin Simone Kermes, die bereits auf den großen Opern- und Konzertbühnen der Welt auftrat, präsentiert ein kammermusikalisches Programm, das in keine Schublade passt. Nur vom Klavier begleitet, nimmt die Virtuosin das Publikum mit auf eine „Reise durch alle Zeiten, alle Gefühle“ mit Liedern, Chansons und Arien von Monteverdi, Vivaldi, Rossini, Mendelssohn, Wolf, Fauré, Hollaender und vielen anderen.

Tanzhaus NRW Mit einer deutschen Erstaufführung feiert der aus Montreal stammende Künstler Stéphane Gladyszewski am Donnerstag und Freitag, 20 Uhr, im Tanzhaus NRW die Premiere seiner Performance „Corps Noir“. Der Fotograf und Tänzer inszeniert seinen Körper als Projektionsfläche und Resonanzkörper. Dabei verwendet er eine Wärmebildkamera sowie Stroboskop-Effekte, um seinen Körper in eine Haut lebendigen Lichts zu hüllen. Hierbei bezieht er sich auf den aus der Physik bekannten „schwarzen Körper“ („corps noir“), der das gesamte Licht, von dem es bestrahlt wird, absorbiert.

Theater an der Kö „Ich schau auf den Kalender und was ergibt sich? Ich werde 70! Ich pfeif’ darauf und mache weiter, wie eh und je beschwingt und heiter!“, sagt Robert Kreis, der Samstag und Sonntag im Theater an der Kö auftritt. In seinem Programm „Highlights zum 70. Geburtstag“ lässt er versunkene Schätze der Weimarer Unterhaltungskunst im neuen Glanz erstrahlen. Beginn der Vorführungen ist Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 18 Uhr.