Veranstaltungstipps : Kultur für Kurzentschlossene

Liederabend im Capitol, neue Musik in der Neanderkirche und ein Wiegenlied in der Tonhalle: Tipps für Veranstaltungen in dieser Woche.

Capitol Theater Meret Becker ist Berlinerin, stammt aus einer Künstlerfamilie mit deutschen, dänischen und polnisch-jiddischen Wurzeln. Sie begibt sich mit ihren selbst geschriebenen Konzeptalben in Welten, die sich um Realitätsverschiebungen, Vergänglichkeit, die Liebe zu menschlichen Fehlern und unstillbare Sehnsüchte drehen. Dabei kreierte sie im Laufe der Jahre ihren eigenen Klangkosmos, dem anzumerken ist, dass ihre musikalische Karriere einst im Varieté und den Cabarets Berlins begann. Mit ihrem unkonventionellen Liederabend „Le Grand Ordinaire“ gastiert Becker am Donnerstag um 20 Uhr im Capitol Theater.

Neanderkirche Die Konzertreihe „Na hör´n Sie mal!“ widmet sich Protagonisten der Neuen Musik. Am Freitag, 20 Uhr, spielt das notabu.ensemble unter der Leitung von Mark-Andreas Schlingensiepen in der Neanderkirche. Auf dem Programm stehen Kurt Weills „Recordare“ für gemischten Chor und Kinderstimmen sowie die Kantate „Der weise Mann“ von Isang Yun. Dazu kommt noch das Klagelied „Threnos“ von Oskar Gottlieb Blarr, der als Komponist, Dozent, Kirchenmusiker und Organist seit Jahrzehnten die Düsseldorfer Musikszene prägt.

Tonhalle Er gilt als einer der erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart. Das wohl eindrucksvollste Medienecho erhielt der britische Künstler Max Richter für sein Mammutprojekt „Sleep“, ein achtstündiges Wiegenlied, das als seine persönliche Antwort auf eine überdrehte Welt zu verstehen ist. In der Tonhalle ist das Werk am Freitag, 20 Uhr, in der 90-minütigen Konzertversion zu hören.

Schloss Benrath Alle Jahre wieder eröffnen am letzten Novemberwochenende, jeweils Freitag und Samstag ab 20 Uhr, die Wandelkonzerte der Neuen Düsseldorfer Hofmusik auf Schloss Benrath die Vorweihnachtszeit – diesmal ein letztes Mal mit dem Moderator Winfried Fechner. Mit seinen humorvollen Erzählungen hat er den Besucher die barocke Klangpracht auf lebendige Art und Weise nähergebracht. Nun wird er zum 220. Wandelkonzert in den Ruhestand gehen.

Tanzhaus NRW Länger leben, ewig leben? Sterben, auferstehen und dann weiterleben? Das neue Stück der Schweizer Choreografin Tabea Martin zeigt – spielerisch, humorvoll und mit einem Augenzwinkern – wie viele Bilder und Imaginationen zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit liegen. Wie denken Kinder über Leben und Tod, über das Sterben und die Unsterblichkeit? Wurden sie schon einmal mit dem Tod konfrontiert? Welche Fantasien haben sie über ein Leben nach dem Tod? Wie kann und darf man Kinder überhaupt mit diesem Thema konfrontieren? Mithilfe von Interviews, Spielen und Workshops wurden die Vorstellungen und Fantasien von Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren geweckt. Das daraus entstandene Material findet nun Eingang in das Stück „Forever“, das eine Welt der Unsterblichkeit mitten im sterblichen Leben schafft. Die Vorstellung ist am Sonntag um 17 Uhr zu erleben.

Atelier am Eck Die Künstler Rae-Yen Song und Michael Barr stellen bis zum 1. Dezember im Atelier am Eck aus. Unter dem Titel „Jarsdell Solutions Ltd.“ haben sie Kunstwerke in Bezug auf ihren Herstellungs- oder Ausstellungsort kreiert, zum Beispiel Kostümmodelle, basierend auf zugewanderten Tierarten. Die Schau ist donnerstags und freitags, 15 bis 20 Uhr, sowie samstags und sonntags, 14 bis 18 Uhr, geöffnet.